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15.07.2022

Projektarbeit: Kontaktnachverfolgung für Profis

Was vor Corona undenkbar war, gewann während der Corona-Pandemie schnell an Bedeutung:

Wer hat wann wen wo wie lange und wie nahe getroffen – kurz: Kontaktnachverfolgung zur Rückverfolgung von Infektionsketten.

Mit diesem wichtigen Thema setzten sich Florian Albrecht, Diana Weimer und Marius Bader - Bachelorstudirende aus den Studiengängen Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik - im Sommersemester 2022 auseinander.

Während der Pandemie sind beispielsweise Einzelhandelsunternehmen, Gastronomie und Hotels dazu verpflichtet, Kontaktpersonen ermitteln zu können, wenn bei Kunden, Gästen oder Mitarbeitenden eine Infektion festgestellt wird. Auch für die Hochschule war und ist die Kontaktnachverfolgung in Präsenzvorlesungen ein Thema. Angefangen mit papierbasierten Systemen gibt es inzwischen einige auf Smartphones basierende Konzepte, die eine online-Registrierung vor Ort ermöglichen. So können im Falle einer Infektion die Kontaktpersonen schnell informiert werden.

Die wohl bekannteste der Smartphone-basierten Lösungen, die „Corona Warn App“ des RKI, nutzt für die Kontaktermittlung die Bluetooth-Schnittstelle des Smartphones, allerdings gibt es keine Sicherheit, dass alle anwesenden Personen die App nutzen. Weitere App-basierte Verfahren, die Unternehmen ihren Gästen bzw. Kunden anbieten können, basieren darauf, dass sich Personen beim Betreten eines Ortes online dafür registrieren und auch das Verlassen online dokumentieren. Sie sind bequemer als die papierbasierten Formulare und genügen auch dem Datenschutz, können aber vom Verantwortlichen wie dem Gastronomen oder Hochschuldozenten nicht auf korrekte Bedienung überprüft werden und sind auch nicht fälschungssicher.

Ziel des Projekts war es darum, eine Mobile App zu entwickeln mit einer Online-Registrierungs-Funktion, allerdings mit fälschungssicherem Bestätigungsbildschirm. Die Studierenden haben zu diesem Zweck eine Lösung konzipiert und entwickelt, die nach dem Login beim Betreten eines Raumes eine zeitlich getaktete Bildreihenfolge zeigt. Diese Anzeige wird von einer administrierenden Person – dem Dozierenden oder Gastronomen beispielsweise - ausgelöst. Aufgrund der individuellen Bildreihenfolge können User nicht einfach einen Bestätigungs-Screen aus früheren Anmeldungen bei einer Kontrolle verwenden, ohne angemeldet zu sein. Das bringt mehr Sicherheit für die Verantwortlichen, aber natürlich auch für jede einzelne Person während einer Pandemie.

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