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21.07.2022

Maschinenbaulabor mit modernster Robotertechnik

Fakultät Maschinenbau , Forschung

Hochschule eröffnet mit TQ-Systems Labor für Handhabungs- und Fügetechnik

Prof. Dr.-Ing. Christian Vogelei und Prof. Dr. Wolfgang Hauke beim virtuellen Schweißen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde am gestrigen Mittwoch an der Hochschule Kempten das neue „TQ-Systems-Labor“, ein Labor für Handhabungs- und Fügetechnik offiziell eröffnet. Den Studierenden sowie den Professorinnen und Professoren der Fakultät Maschinenbau steht damit ein Lehr- und Forschungslabor mit modernster Robotertechnik zur Verfügung, das im Rahmen einer Kooperation mit dem Duracher Technologieunternehmen TQ-Systems realisiert werden konnte.

Vor rund 30 Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie und Hochschule hob Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Hauke in seinen Begrüßungsworten hervor, wie wichtig die Kooperation und Vernetzung zwischen Hochschule und Unternehmen sei, um eine moderne und zukunftsweisende Lehre und Forschung betreiben sowie wichtige Fachkräfte in die Wirtschaft entlassen zu können. Dem konnte sich Stefan Schneider, Geschäftsführer der TQ-Systems GmbH nur anschließen und machte deutlich, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Ausstattung des Labors nicht endet.

Geleitet wird das neue Labor von Prof. Dr.-Ing. Christian Vogelei aus der Fakultät Maschinenbau. Die Pandemiephase wurde genutzt, um das bestehende Labor für Handhabungs- und Fügetechnik mit sechs Cobot-Systemen und einem digitalen Board (weframe) neu aufzubauen.
Prof. Vogelei erläuterte den anwesenden Gästen, wie die Einrichtungen bereits eingesetzt werden. Die Studierenden können die Cobots, d. h. mit Menschen kollaborierende Roboter, rund um das Thema „Fügen“ programmieren, installieren und einsetzen. „Der Einsatz von Cobots ist ein Schwerpunkt in Lehre und Forschung zur Teilautomation von Montage- und Fertigungsprozessen. Das Thema ist für klein- und mittelständige Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangel und Kostendrucks von besonders hohem Interesse“, so Prof. Vogelei. In eindrucksvollen Demonstrationen wurden im Anschluss Einsatzmöglichkeiten zum Thema Fügen präsentiert. Dazu zählte ein „Soldamatic Augmented-Reality-Schweißgerät“, das den Studierenden das Schweißen manuell sowie automatisiert risikolos näherbringt. An den sechs Cobots wurden die Fügetechniken Füllen, Pressen, Kleben, Bolzenschweißen und Schleifen vorgestellt. Darüber hinaus gab es Laborführungen im Labor für Regelungstechnik und Fahrzeugsysteme sowie im Labor Optische 3D-Messtechnik und Computer Vision zu Themen der Robotik-Anwendung und Sensorik/Messtechnik.
Der Umfang des Sponsorings durch TQ-Systems beträgt rund 200.000 Euro. TQ-Systems begleitet das Labor und die Hochschule auch weiterhin im Rahmen von technischem Support für die Cobots sowie bei Lehr- und Forschungsprojekten.

 

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