FSP5: Innovative Lehr- und Lernformen

  1. Hochschule Kempten
  2. Forschung
  3. Forschungsprofil
  4. FSP5: Innovative Lehr- und Lernformen

Sprecher des Forschungsschwerpunkts

Prof. Dr. phil. Peter Nick
Fakultät Soziales und Gesundheit
Tel. 0831 2523-627
Fax 0831 2523-642
peter.nick(at)hs-kempten.de
Gebäude S, Raum S1.43
Bahnhofstraße 61, 87435 Kempten

Forschungsschwerpunkt 5: Innovative Lehr- und Lernformen

Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes entwickeln und untersuchen wir fakultätsübergreifend neue Lehrarrangements, um Studierende nachhaltig beim Erwerb der Kompetenzen für unterschiedliche Fachgebiete zu unterstützen.

Aufzeichnungen der Vortragsreihe „Innovative und praktische Lehr- und Lernformen“ finden Hochschulangehörige auf der Lernplattform der Hochschule Kempten. Hierfür müssen Sie sich bei Moodle anmelden.

Beteilligte Professorinnen und Professoren

Beteilligte Professorinnen und Professoren

Prof. Dr. Georg Hagel
Softwarearchitektur, Requirements Engineering
und Entwurfsmuster
Prof. Dr. Andreas Müller
Corporate Learning
Prof. Dr. Peter Nick
Soziale Arbeit
Prof. Dr. Patricia Pfeil
Organisation der Sozialwirtschaft    
Prof. Dr. Raija Seppälä-Esser 
Tourismusmanagement, Destination Management
und Marketing, CRM und Erlebnis-Design
Prof. Dr.-Ing. Jörg Vollrath
Computer Aided Learning
Prof. Dr. Katrin Winkler
Betriebswirtschaft

Projekte im Forschungsschwerpunkt

EVELIN II

EVELIN II


Projektdetails

ProjektnameEVELIN II
Projektlaufzeit01.01.2017 - 31.12.2020
ProjektleiterProf. Dr. rer. nat. Georg Hagel
ProjektteamPaula Bartel
Andreas Küchler
Martina Müller-Amthor
Niklas Kiefl
Florian Huber
Matthias Gensheimer
ProjektpartnerGemeinsames Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
Hochschule für angewandte Wissenschaften Aschaffenburg
Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg
Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm
Hochschule für angewandte Wissenschaften Regensburg

Projektbeschreibung
Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Qualität der Lehre durch die Professionalisierung des Lehrens und Lernens im Bereich Software Engineering ab.  Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen unter Projektleitung von Prof. Dr. rer. nat. Georg Hagel fokussieren sich dabei auf folgende Schwerpunkte:

  • Mit Fokussierung auf die Kompetenzentwicklung der Studierenden werden passgenaue Kompetenzprofile erarbeitet.
  • Die wissenschaftliche Bewertung von fachlichen und didaktisch fundierten Lehr-Lern-Arrangements wird dokumentiert.
  • Die systematisch aufbereitete Dokumentation dient Lehrenden als Anregung oder Empfehlung für die eigene gute Lehre und ihre stetige Verbesserung.

Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre wurde Anfang 2012 das Verbundprojekt EVELIN ausgewählt und auch das Folgeprogramm gewonnen. Hier stellt der Bund Fördermittel in Höhe von 7,1 Mio. Euro bereit, um Forschung und Entwicklung innovativer Lehr-Lern-Arrangements für eine kompetenzorientierte Hochschulausbildung für Software Engineers voranzutreiben. 1,4 Mio Euro stehen der Hochschule Kempten für Informatiker, Wirtschaftsinformatiker und Game Engineers im Förderzeitraum 2017/2020 zur Verfügung.

Förderung

MI³NTENSIV: Individuell - Innovativ - Interdisziplinär

MI³NTENSIV: Individuell - Innovativ - Interdisziplinär


Projektdetails

ProjektnameMI³NTENSIV: Individuell - Innovativ - Interdisziplinär
ProjektlaufzeitPhase I 01.10.16 - 31.10.19 und Phase II 01.11.19 - 31.10.22
FördergeberBayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
ProjektleiterProf. Dr. Dirk Jacob
ProjektteamNorbert Grotz
Dr. Andreas Hiemer
Martina Müller-Amthor
Björn Walter
Flyer 

Projektbeschreibung
Das Projektziel von MI³NTENSIV ist, eine Verbesserung der Situation von Studierenden in der Studieneingangsphase zu erreichen, um damit der gestiegenen Anzahl von Studienbeginn-enden mit heterogenen Lernbiographien und Lebensentwürfen zu begegnen und die Studienerfolgsquote der MINT-Studiengänge zu steigern.
Maßnahmen in den Teilprojekten (TP):

  • HKE-basierter MINT-Kompetenzrahmen für MINT-Studiengänge zur transparenten Kompetenzbilanzierung (TP1 MINT)
  • Individuelle Kompetenz-Entwicklung mit studieneingangsspezifischem Entwicklungspotential-Dialog zur Förderung eines selbstgesteuerten und selbstreflexiven Lernens im MINT-Bereich (TP2 IKE)
  • Innovative Lehr-Lern-Arrangements (TP3 ILLA)
  • Interdisziplinäre Kooperation eines MINT-Kompetenz-Teams in den Bereichen gute MINT-Lehre, Allgemeinwissenschaften, Studierenden-Service-Struktur

Zielgruppe sind Studierende im Vor-, Erst- und Zweitsemester sowie Hochbegabte mit allen Hochschulzugangsberechtigungen.

Maßnahmen

  • Lernprozess-Coaching schon im Mathe-Vorkurs
  • Konzept der kollegialen Lerngruppe (KOLLERN) im Bereich der Mathematik und der Informatik erarbeitet und ständige Werbung für das Unterstützungsangebot im Rahmen einer Einführungsveranstaltung den Studierenden der Studiengänge der Fakultäten Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau
  • Regelmäßige Workshops für die frühzeitige Schulung der begabten Studierenden ab 3. Semester von „Tutoren“ zu Tutor+  als Lernprozess-Coaches
  • Einsatz der Maßnahme Basis-Camp für Studierende im eingeschränkten Kreis der MI³NTENSIV-Teilnehmenden
  • Start von über 20 KOLlegiale LERN-Gruppen KOLLERN  in den Fächern Basis- und Ingenieurmathematik, Informatik, Elektrotechnik, Physik
  • Bestehensquote in Basismathe um 98% MI³NT-Studierende gesteigert,  wenn eine rechtzeitige und regelmäßige Teilnahme am MI³NTENSIV - Programm erfolgte.
  • Erweitertes Angebot für MINT-Lernstrategien
  • Verstärktes und frühzeitiges Angebot des Kompetenz-Entwicklungspotenzial-Dialogs und individuelle, stärkenorientierte Durchführung
  • Lösungsorientiertes Coaching nach de Shazer

Hochschulweiter-basierter Kompetenzrahmen für die Basismathematik

Nützlich für die Überprüfung der Anschlussfähigkeit im Fach Basismathematik können Studierende anhand einer detaillierten Matrix herausfinden, auf welcher Ebene ihre Kompetenz ausgeprägt ist. Dabei unterscheiden wir folgende Stufen:

  • Erinnern/Wissen
  • Verstehen
  • angeleitet Verwenden
  • selbständiges Anwenden
  • Erklären/Beurteilen

Aufgrund dieses HKE-Basiskompetenzrahmens, der auch Umfang und Inhalt des Vorkurses und des Basismathetest beschreibt, wurde ein Selbstlernkurs mit vielen Lernvideos und jeweils passenden Quiz für die Basismathematik geschaffen unter dem Moodle-Kurs MI³NTensiv Basismathe Dort ist der Kompetenzrahmen zur Detail-Analyse im Pdf - Format hinterlegt.

Individuelle Kompetenzentwicklung - Online-Lernprozess-Coaching: KOLLERN
Kollegiales Lernen (KOLLERN) mit Tutor/-in+ bieten wir in den Fakultäten Elektrotechnik (EL), Informatik (IF) und Maschinenbau (MB) für bestimmte ab dem 20.04.2020. Online-Session per Skype, ZOOM oder Jitsi. Alle Informationen finden Sie hier.

JumP - Jugendarbeit mit Perspektive

JumP - Jugendarbeit mit Perspektive


Projektdetails

ProjektnameJugendarbeit mit Perspektive
Projektlaufzeit01.02.2018 - 31.07.2020
ProjektleiterProf. Dr. Peter Nick
Prof. Dr. Patricia Pfeil
ProjektteamMicha Jung
Thomas Miller
Andreas Rottach
Victoria Vonau
Regina Roland
Veröffentlichungen

Projektbeschreibung
Jugendarbeit mit Perspektive (JumP) – Förderung der Professionalitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit durch die Evaluierung und Weiterentwicklung des Studiengangs „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“.
Das Projekt JumP knüpft an die Forschungsergebnisse und -tätigkeiten der ersten Förderphase unter dem Projekttitel „Jugendarbeit und Bildung – Implementierung in der Studiengang Soziale Arbeit“ (JuB_Imp_So) an, führt diese fort und entwickelt sie weiter. Ziel ist eine nachhaltige Konsolidierung des Studiengangs „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“, die Implementierung von Unterstützungsangeboten und Studienmodulen, die der Spezifik des berufsbegleitenden Studiengangs gerecht werden sowie die Übertragbarkeit in andere Studiengänge Sozialer Arbeit zu ermöglichen.

Projektdarstellung
Allgemein verfolgt das Projekt JumP die Zielsetzung das Qualifikationsniveau der hauptberuflichen pädagogischen Fachkräfte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu erhöhen und neuen Zielgruppen eine adäquate berufliche Qualifikation durch ein Hochschulstudium zu ermöglichen. Die Ergebnisse fließen nicht nur iterativ in den laufenden Forschungsprozess mit ein, sie können durch die Rückbindung an die beteiligten Akteurinnen und Akteure auch empirisch gesicherte Aussagen über die Wirksamkeit der Maßnahmen und Konzepte machen sowie Auskunft über die individuellen, organisationalen und fachpolitischen ‚Gewinne‘ erteilen.
Das Vorhaben begleitet die Professionalitätsentwicklung in der Jugendarbeit durch adäquate Lehr-, Lern- und Unterstützungsangebote und den dadurch möglichen Aufstieg durch Bildung, zugleich soll eine Öffnung der Hochschulen vorangetrieben werden. Erreicht wird dies durch die theoriebasierte Bearbeitung der forschungsbezogenen Fragestellungen und den daraus resultierenden Empfehlungen und entwickelten Tools und Konzepten, die exemplarisch erprobt und evaluiert werden. Das in der ersten Förderphase entwickelte Qualifikationsprofil Jugendarbeit (in Anlehnung an den Qualifikationsrahmen Soziale Arbeit) dient als konzeptionelle Grundlage und Ausgangspunkt. Weiter will das Projekt mit der Überführung der Studierendenbefragung in eine Absolventinnen- und Absolventenbefragung individuelle Fragen der Qualifizierung und des „Aufstiegs durch Bildung“ beantworten.

Unterteilt ist das Forschungsprojekt in neun Arbeitspakete:

  • AP 0: Projektkoordination
  • AP 1: Iterative Validierung und strukturelle Verankerung Qualifikationsprofil Jugendarbeit
  • AP 2: Entwicklung bedarfsgerechter Studienmodule
  • AP 3: Mediathek Jugendarbeit
  • AP 4: Biographische Beratung
  • AP 5: Studierendenunterstützung
  • AP 6: Qualitative Absolventinnen- und Absolventenbefragung
  • AP 7: Quantitative Studierendenbefragung
  • AP 8: Transfer Wissenschaft - Politik: Öffnung der Hochschule

Mediathek Jugendarbeit
Die Mediathek Jugendarbeit wurde als externer Bereich einer Lehr- und Lernmittelbibliothek an der Hochschule Kempten, für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“, im Rahmen des Programmes „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ durch das Begleitforschungsprojektes „Jugendarbeit und Bildung – Implementierung in den Studiengang Soziale Arbeit“ (JuB_Imp_So) entwickelt und eingerichtet und soll weiter etabliert werden. In dieser Mediathek werden auditive und visuelle Medien, auf die in der Ausbildung im hochschulischen Kontext für eine Tätigkeit in der Jugendarbeit zurück gegriffen werden kann, gesammelt, katalogisiert sowie verschlagwortet und zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Inhalte sollen sowohl für Lehrende und Studierende an Hochschulen und Universitäten als auch für die bundesweite und internationale Fachöffentlichkeit nutzbar sein.
Die Entwicklung der Mediathek Jugendarbeit erfolgte durch das Teilprojekt von JuB_Imp_So „neue Lehr- und Lernformen (neLe)“ in Zusammenarbeit mit den Lehrenden des Studienganges „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“ der Hochschule Kempten. Wenn Interesse an der Veröffentlichung eigenen Materials besteht bzw. für Anregungen steht das Kontaktformular zur Verfügung.
Einen gute Überblick finden Sie auf dem dazugehörigen Poster.

Qualifikationsprofil Jugendarbeit

Die Kinder- und Jugendarbeit  stellt ein wichtiges Sozialisationsfeld für Kinder und Jugendliche dar, das ihnen Möglichkeitsräume für selbst gestaltete vielfältige Bildungsprozesse eröffnet. Dabei ist die Jugendarbeit nach wie vor maßgeblich von ehrenamtlichem Engagement geprägt, zugleich ist sie jedoch auch seit Längerem ein sozialpädagogisches Arbeitsfeld und wäre ohne hauptberufliche Fachkräfte nicht mehr denkbar. Die Tätigkeitsbereiche von hauptberuflichen Fachkräften umfassen dabei Bereiche wie die Gemeinde-, und kommunale Jugendpflege, die offene und verbandliche Jugendarbeit, Streetwork und mobile Jugendarbeit oder auch die Arbeit auf Abenteuer- und Aktivspielplätzen, in Jugendbildungsstätten oder Jugendringen. In all diesen Tätigkeitsbereichen stehen die Fachkräfte dabei vor ähnlichen Herausforderungen. Diese resultieren einerseits aus den gestiegenen gesellschaftlichen Erwartungen an die Jugendarbeit. Andererseits ergeben sie sich aus den Spezifika der Jugendarbeit. Sie sind zugleich maßgeblicher Kontext für die benötigten sozialpädagogischen Kompetenzen im Arbeitsfeld Jugendarbeit. Das vorliegende Qualifikationsprofil Jugendarbeit greift diese Perspektive auf und formuliert die Kompetenzanforderungen, die heutzutage an hauptberufliche Fachkräfte in der Jugendarbeit gestellt werden.
In Zusammenhang mit dem Qualifikationsprofil Jugendarbeit steht auch die Strategische Partnerschaft im Rahmen des EU-Programmes "Erasmus+ Jugend in Aktion" "Qualifizierte Jugendarbeiter*innen für Europa - Qualified Youth Workers for Europe".

Weitere Informationen finden Sie im Flyer und unserem Statement auf der Fachtagung „Kinder- und Jugendarbeit kann was!?".

Qualifizierte Jugendarbeiter*innen für Europa - Qualified Youth Workers for Europe

Qualifizierte Jugendarbeiter*innen für Europa - Qualified Youth Workers for Europe


Projektdetails

ProjektnameQualifizierte Jugendarbeiter*innen für Europa - Qualified Youth Workers for Europe
ProjektleiterProf. Dr. Peter Nick
ProjektteamMitarbeiter*innen des Projekt„Jugendarbeit mit Perspektive (JumP)“
ProjektpartneraufZAQ-Geschäftsstelle
Projektlaufzeit01.02.2019-31.03.2020
FördergeberStrategische Partnerschaft im Rahmen des EU-Programmes „Erasmus+ Jugend in Aktion“

Projektbeschreibung
Das Projekt macht das komplexe Thema Anerkennung und Transparenz der Kompetenzen von Jugendarbeiter*innen verständlich und zeigt auf, wie es in der Praxis umgesetzt werden kann. Dafür wird ein Guide entwickelt, der sich in drei Teile gliedert: einem allgemeinen Informationsteil und zwei exemplarischen Modellen, die die Einordnung und Anerkennung von Kompetenzen ermöglichen. Damit wird ein Beitrag zur Qualitätssteigerung bei der Qualifizierung von Jugendarbeiter*innen geleistet und die Auseinandersetzung mit dem Thema auf europäischer Ebene vorangetrieben.

Warum gerade dieses Thema?
Gesellschaftliche Ansprüche an Jugendarbeit werden vielfältiger und komplexer, es gibt unterschiedliche Qualifizierungsangebote sowohl im formalen als auch nicht-formalen Bildungsbereich und die internationale Mobilität von Menschen nimmt zu. Somit steigt der Bedarf, erworbene Kompetenzen national und international sichtbar zu machen und sie anzuerkennen.
Das ist für in der Jugendarbeit tätige Menschen von großer Bedeutung: Sie erwerben im Zuge ihrer Ausbildungen und in ihrem Handeln wertvolle soziale und fachliche Kompetenzen, die sie auch in anderen Kontexten einsetzen können. So kann z.B. jemand, der*die in der Jugendarbeit tätig war und dort ein internationales Treffen geplant und durchgeführt hat, über weitreichende Organisationskompetenz verfügen, die aber in seiner Vita nicht aufscheint.
Der Guide ermöglicht auch aufgrund der darin enthaltenen Modelle zur Anerkennung von Kompetenz, genau das sichtbar und kommunizierbar zu machen. Er nimmt eine umfassende Perspektive auf verschiedene Felder der Kinder- und Jugendarbeit ein. Das ermöglicht, Brücken zwischen verschiedenen Arbeitsfeldern und Qualifizierungsmöglichkeiten der Jugendarbeit herzustellen.

Wer ist am Projekt beteiligt?
Die Projektpartner*innen sind Mitarbeiter*innen des Projekt„Jugendarbeit mit Perspektive (JumP)“ der Hochschule Kempten, unter Leitung von Prof. Dr. Peter Nick, und das Team der aufZAQ-GeschäftsstelleLink. Beide Einrichtungen bringen eine hohe Expertise in diesem Themengebiet mit. Sie haben jeweils wissenschaftlich basierte Modelle zur Anerkennung von Jugendarbeiter*innen-Kompetenzen entwickelt:

An wen richtet sich der Guide und was bringt er konkret?

  • Ausbildungsträger*innen bekommen eine Ressource und Inspiration für die (Weiter)entwicklung ihrer Bildungsangebote sowie eine Orientierungshilfe für die Verortung ihrer Angebote im Europäischen Qualifikationsrahmen.
  • Wissenschaftler*innen bekommen einen wertvollen Beitrag für den Fachdiskurs und die Arbeit am Thema sowie Anregungen für weitere Forschungsmöglichkeiten.
  • Bildungsverantwortliche bekommen Anregungen für die Qualitätsentwicklung ihrer Einrichtung und Angebote.
  • Jugendarbeiter*innen bekommen Anregung zur Reflexion ihres Handelns und eine Sensibilisierung für ihre Kompetenzen.
  • Politische Akteur*innen bekommen eine Argumentationsgrundlage für die Anerkennung von Kompetenzen in der Kinder- und Jugendarbeit.
  • Entscheidungsträger*innen in Einrichtungen und Organisationen der Jugendarbeit bekommen eine Unterlage, um das Thema weiter zu lobbyieren.

Durch die Möglichkeit der Kombination der unterschiedlichen Teile, kann der Guide auf ihre jeweiligen individuellen Bedürfnisse hin angewendet werden.

Welche Informationen enthält der Guide?
Der Guide besteht aus drei Teilen, die als einzelne Broschüren in einer Mappe veröffentlicht werden:

  • Teil 1 liefert Informationen zur Anerkennung von Kompetenzen von Jugendarbeiter*innen in europäischen Ländern. Er gibt einen Überblick über international wichtige Begriffe und Entwicklungen in diesem Feld und gibt einen Überblick zu Modellen der Anerkennung von Kompetenzen. Teil 1 (DE) und Teil 1 (EN)
  • Teil 2 bietet mit dem aufZAQ-Kompetenzrahmen ein Instrument, das eine Einordnung von Kompetenzen entsprechend der Qualifikationsniveaus 2 bis 6 des Europäischen Qualifikationsrahmens ermöglicht. Teil 2 (DE) und Teil 2 (EN)
  • Teil 3 bietet mit dem Qualifikationsprofil Jugendarbeit ein spezifisches Tool für die Transparenz von Kompetenzen von hauptberuflichen Personen in der Jugendarbeit und schafft eine Verbindung zu formalen Bildungsinstitutionen. Teil 3 (DE) und Teil 3 (EN)

So steht ein vielfältig anwendbares Instrumentarium zur Verfügung, das allgemeine Orientierungshilfe leistet und konkrete Modelle aufzeigt.

JuB_Imp_So - Jugendarbeit und Bildung Implementierung in den Studiengang Soziale Arbeit

JuB_Imp_So - Jugendarbeit und Bildung Implementierung in den Studiengang Soziale Arbeit

Projektdetails

ProjektnameJuB_Imp_So - Jugendarbeit und Bildung Implementierung in den Studiengang Soziale Arbeit
Projektlaufzeit01.08.2014 - 31.01.2018
ProjektleitungProf. Dr. Peter Nick
Prof. Dr. Patricia Pfeil
ProjektteamMicha Jung
Thomas Miller
Andreas Rottach
Theresa Riechert
Regina Roland

Projektbeschreibung
Das Projekt "JuB_Imp_So - Jugendarbeit und Bildung - Implementierung in den Studiengang Soziale Arbeit" ist als Praxisforschung zu dem neuen berufsbegleitenden Studiengang „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“ an der Fakultät Soziales und Gesundheit angelegt. Dieser ist eine Reaktion auf die in der hochschulpolitischen Diskussion geforderte stärkere Durchlässigkeit von Bildungsbiographien und die Öffnung der Hochschulen für die Gruppe der „nicht-traditionell Studierenden“. Die grundlegenden Ziele vom Projekt JuB_Imp_So umfassen die Begleitung, Weiterentwicklung und Evaluierung des berufsbegleitenden Studiengangs „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“ sowie der Gewinnung, Begleitung und Unterstützung der Zielgruppe des Studiengangs. Das Projekt wird in einer ersten Förderphase im Rahmen des Programmes „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Das Projekt ist in drei Teilprojekte untergliedert:

  • Teilprojekt "Theorie-Praxis-Austausch zum professionellen Selbstverständnis der Jugendarbeit (TPA_SJ)"
  • Teilprojet "neue Lehr- und Lernformen (neLe)"
  • Teilprojekt "Studierendenunterstützung und -begleitung (Stub)"

Ausgangslage
Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten beteiligte sich an der zweiten Runde des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“. Hintergrund des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Programmes ist die in der hochschulpolitischen Diskussion geforderte stärkere Durchlässigkeit von Bildungsbiographien und die Öffnung der Hochschulen für die Gruppe der „nicht-traditionell Studierenden“ . Die Hochschule Kempten reagiert auf diese Entwicklung und startete zum Wintersemester 2014 / 2015 den in der Bundesrepublik bisher einzigartigen berufsbegleitenden Studiengang „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“. Das Projekt „Jugendarbeit und Bildung – Implementierung in den Studiengang Soziale Arbeit“ (JuB_Imp_So) ist als Begleitforschung zu diesem Studiengang angelegt.

Teilprojekt TPA_SJ
Zielsetzung des Teilprojektes ist die Organisation eines gleichberechtigten Austausches von Akteurinnen und Akteuren verschiedener Organisationsebenen, Arbeitsfelder und Träger von Jugendarbeit in Bayern zur Diskussion des professionellen Selbstverständnisses, um auf Grundlage dessen ein Qualifikationsprofil Jugendarbeit zu erstellen. Zur ausführlichen Beschreibung.
Die Abschlusstagung des Theorie-Praxis-Austausches zum professionellen Selbstverständnis der Jugendarbeit (TPA_SJ) „Professionalität in der Jugendarbeit – Jugendarbeit studieren“ fand vom 29. November 2017 bis 30. November 2017 im Institut für Jugendarbeit in Gauting statt. In Zeiten, in denen die Jugendarbeit nicht nur an Hochschulen zu verschwinden droht, gewinnen Fragen nach der Professionalität in der Jugendarbeit und der adäquaten (hochschulischen) Qualifizierung zunehmend an Bedeutung. Die Tagung bot den Raum zur Diskussion dieser Fragestellungen. Anlass für die Tagung war insbesondere die Fertigstellung des „Qualifikationsprofils Jugendarbeit“, das auf der Auswertung von Gruppeninterviews mit Verantwortlichen der unterschiedlichen Arbeitsfelder von Jugendarbeit in Bayern basiert. Diese wurden durch Ergebnisse von Workshops, Tagungen und einer Online-Befragung (Befragungszeitraum Oktober 2017 mehr über die Befragung) zur Frage nach der Professionalität in der Jugendarbeit ergänzt. Referent/-innen und Gesprächspartner waren zudem Prof. Dr. Werner Thole (Universität Kassel), Frau Prof. Dr. Regina Münderlein (Hochschule Kempten), Frau Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel (Hochschule Frankfurt) sowie Klaus Schreiner und Hanna Erklavec (aufZAQ - Zertifizierte AusbildungsQualität). Zum Programm und zur Tagungsdokumentation.

Teilprojekt neLe
Im Teilprojekt „neue Lehr- und Lernformen“ sollen Möglichkeiten zur Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen konzipiert, erprobt und evaluiert werden. Erforderlich ist dies insbesondere im Hinblick auf die Gruppe der „nicht-traditionell Studierenden“. In den Blick genommen werden soll, wie berufsbezogene Lernprozesse organisiert werden können, insbesondere auch bezogen auf den Kontext der Notwendigkeit von lebenslangem Lernen. Hintergrund ist das berufsbegleitende Studium im Bachelor „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit“, bei dem die Lehrenden und die Lernenden ihre Erfahrung aus dem Arbeitsfeld der Jugendarbeit konstruktiv in den Lehr- Lernprozess einbringen. Zur ausführlichen Beschreibung.
Das Teilprojekt „neLe“ stellt sich derzeit der Herausforderung, eine „Mediathek Jugendarbeit“ zu entwickeln. In der Mediathek Jugendarbeit sollen auditive und visuelle Medien gesammelt, katalogisiert sowie verschlagwortet und zur freien Nutzung über eine eigene Website zur Verfügung gestellt werden. Die möglichen Themen der Mediathek Jugendarbeit sind vielfältig. Das Spektrum reicht von Inhalten wie der Beschäftigung mit den Theorieansätzen, Methoden und der Geschichte, sowie den gesetzlichen Grundlagen der Kinder- und Jugendarbeit über die Darstellung der Jugendarbeit als Beruf bis hin zu Themenfeldern wie Offene oder Kommunale Jugendarbeit. Ziel ist es qualitativ hochwertige Aufzeichnungen von wissenschaftlichen Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen bereit zu stellen, auf die in der Hochschullehre im Bereich Jugendarbeit zurückgegriffen werden kann. Die Mediathek soll für alle Lehrenden und Studierenden der Hochschule Kempten aber auch anderer Hochschulen und Universitäten, wie auch für die bundesweite und internationale Fachöffentlichkeit zugänglich und nutzbar sein. In Anknüpfung an den Diskurs darüber, dass die Jugendarbeit ihren Stellenwert in der Hochschullehre verliert bzw. bereits verloren hat und damit laut dem Appell der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter von 2016 das „Verschwinden eines genuinen sozialpädagogischen Arbeitsfeldes an Hochschulen und Universitäten“ (Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, AG Jugendarbeit 2016) droht, ist es ein weiteres mit der Mediathek verbundenes Ziel, der Sichtbarmachung der Jugendarbeit als ein wesentliches Feld der Sozialen Arbeit im hochschulischen Kontext zu dienen. Der Onlinestart der Mediathek Jugendarbeit ist für den 1. Dezember 2017 vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Mediathek hier zugänglich.

Teilprojekt Stub
Ziel des Teilprojektes ist es, die Adressatinnen und Adressaten des Studiengangs „Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Jugendarbeit“ adäquat zu unterstützen und zu begleiten. Durch das berufsbegleitende Studienformat und die fachlichen Voraussetzungen des Studiengangs wird eine spezielle Zielgruppe aus dem Feld der Jugendarbeit angesprochen. Zur ausführlichen Beschreibung.
Die Heterogenität der Bildungsbiographien der Studierenden sowie die spezifischen Zugangsvoraussetzungen stellen neue Anforderungen an Hochschule und Lehre. Das Teilprojekt untersucht, welche besonderen Bedarfsformen an Unterstützung und Begleitung durch diese Konstellation entstehen. Es sollen zielgruppenadäquate  Unterstützungsangebote entwickelt, erprobt und initiiert werden. Ein wesentlicher Aspekt des Teilprojekts besteht darin, in den zu entwickelnden Unterstützungsangeboten an die biographischen Erfahrungen der Studierenden anzuknüpfen. Es soll untersucht werden, welcher Verlauf einer Professionalitätsentwicklung sich auf individueller Ebene der Studierenden  nachzeichnen lässt. Das Projekt gliedert sich in zwei Bereiche: Die explorative Datenerhebung und die Entwicklung, Erprobung und Implementierung von Unterstützungsangeboten, die eng miteinander verzahnt sind.

 

Institut im Forschungsschwerpunkt