Artikel

  1. Hochschule Kempten
  2. Hochschule
  3. Aktuelles

09.12.2021

Start des Forschungsprojekts HASKI

Forschung

Projekt soll mittels KI adaptives und selbstgesteuertes Lernen ermöglichen

Das Projekt „Hochschullehre: Adaptiv, selbstgesteuert, KI-gestützt“ (kurz HASKI) ist ein Verbundvorhaben der Hochschule Kempten, der Technischen Hochschule Aschaffenburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Es ist Teil der Förderinitiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“. Mit dieser möchten Bund und Länder die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz im Hochschulsystem etablieren.

Angesichts der Corona-Pandemie hat die digitale Hochschullehre deutlich an Bedeutung gewonnen. Das Forschungsprojekt HASKI ist ein Beitrag dazu, die bislang in der Lehre noch bei Weitem nicht ausgeschöpften Möglichkeiten digitaler Technologien besser zu nutzen.

Ziel von HASKI ist es, Studierenden adaptives und selbstgesteuertes Lernen zu ermöglichen. „Das Besondere am adaptiven Lernenden-Modell von HASKI ist, dass es sich den Lernenden anpasst und nicht umgekehrt – wie sonst üblich“, erklärt Prof. Dr. Georg Hagel, der das Projekt an der Hochschule Kempten koordiniert. „Damit stellen wir die Lernenden in den Mittelpunkt des Lernprozesses.“ Auf diese Weise sollen Studierende nur Lernmaterial erhalten, das ihrem aktuellen Wissensstand entspricht

Das HASKI-System erstellt die Lernpfade und Bewertungen von Lernergebnissen der Studierenden mittels Künstlicher Intelligenz (KI) und konfiguriert daraus automatisch ein Lernmanagementsystem. So bewertet das System zum Beispiel eingereichte Lösungen mittels KI und generiert daraus eine Rückmeldung für die Studierenden und die Lehrenden.

Das KI-System passt die Lernpfade für die Lernenden individuell anhand dieser Daten an und erstellt für die Lehrenden einen Report der Lernaktivitäten. Diese können mit Hilfe der Reports daraufhin die nächsten Lernräume konzipieren und gemeinsam mit den Lernenden zum Beispiel Lösungsstrategien für die Aufgaben des jeweiligen Fachgebiets erarbeiten und auf individuelle Schwierigkeiten der Studierenden eingehen.

Die Forschenden des Verbundprojekts entwickeln das HASKI-System basierend auf den aktuellsten Forschungserkenntnissen. Dabei soll es direkt in den Hochschulalltag integriert und allen Lehrenden fach- und institutsübergreifend zur Verfügung gestellt werden.

Die Hochschule Kempten wird in der Förderinitiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ mit rund 1,3 Mio. Euro vom BMBF gefördert. Der Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH in Berlin betreut HASKI mit dem Förderkennzeichen 16DHBKI036.

Zurück