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Neuigkeiten aus der Hochschule

22.04.2021

Ergebnisse der Hochschulstudie „Mitarbeiterbindung in der Pflege“

Fakultät Soziales und Gesundheit , Forschung

Gute Teamarbeit kann die Arbeitszufriedenheit und Bindung von Allgäuer Pflegekräften stärken

Prof. Anneke Bühler vom Institut für Gesundheit und Generationen und Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Bildnachweis: Allgäu GmbH

Im Rahmen eines Online-Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule Kempten, der Allgäu GmbH sowie Leitungspersonal aus Allgäuer Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Ergebnisse der Hochschulstudie „Mitarbeiterbindung in der Pflege – Fokus Allgäu“ präsentiert und diskutiert. Die Studie war von der Allgäu GmbH an das Institut für Gesundheit und Generationen (IGG) der Hochschule Kempten in Auftrag gegeben worden.

„Ziel der Studie war es, die Arbeitszufriedenheit von Allgäuer Pflegekräften und deren Bindung zum Arbeitgeber zu klären und Faktoren zu identifizieren, die darauf wirken“, so Prof. Anneke Bühler vom Institut für Gesundheit und Generationen. Die Studie beinhaltete Interviews mit Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen sowie eine Online-Befragung von 272 Allgäuer Pflegekräften, die im Oktober und November 2020 durchgeführt wurden.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass es auch im Allgäuer Kontext Verbesserungsbedarf in der Pflege gibt: Weniger als die Hälfte der befragten Pflegekräfte war mit ihrer Arbeitssituation zufrieden, über die Hälfte konnte sich eine Arbeitszeitreduktion vorstellen. Der Wunsch nach Arbeitszeitreduktion lässt sich primär auf körperliche oder gesundheitliche Gründe zurückführen.
„Wir haben festgestellt, dass eine tolle Teamarbeit der Hauptgrund dafür ist, warum sich viele Pflegekräfte trotz ansonsten hoher Belastungen im Beruf mit ihrer Stelle verbunden fühlen“, erläutert Lisa Fischer von der Hochschule Kempten. Erhebliche Verbesserungspotentiale in der Pflege zeigen sich unter anderem beim Gehalt, bei den Arbeitszeiten und der Dienstplangestaltung sowie in der Zusammenarbeit mit Vorgesetzten auf höheren Hierarchieebenen. Einige der befragten Einrichtungen berichteten von ihren Anstrengungen in diesen Bereichen etwas für ihre Beschäftigten zu tun. Ein genereller Personalmangel verhindert aber beispielsweise die hohe Arbeitslast in der Pflege zu reduzieren.

Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass nur knapp jede fünfte befragte Pflegekraft eine durch die Pandemie gestiegene gesellschaftliche Wertschätzung der Pflege persönlich wahrgenommen hat. Die durch Corona geleisteten Zusatzzahlungen wurden hingegen von einer deutlichen Mehrheit als tatsächlich wertschätzend empfun-den.

„Die Studie liefert uns wichtige Hinweise und Ansätze für die künftigen Projekte im Bereich der Pflege. Auch wenn der Aspekt des Gehalts an erster Stelle steht, wird deutlich, dass weitere Faktoren nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Nur in Verbindung mit einer gesundheitsorientierten Dienstplangestaltung, einer guten Teamarbeit und einer klaren Kommunikation zwischen dem Team und den Vorgesetzten, kann die Mitarbeiterbindung in den jeweiligen Einrichtungen gefördert werden. Eine Erhöhung des Gehalts alleine ist nicht zielführend“, so Rudi Sorger, Projektleiter des Bereichs Fachkräftesicherung – Pflege der Allgäu GmbH.

Im Rahmen des Workshops diskutierten die Beteiligten, welche Maßnahmen aufbauend auf den Ergebnissen in den Einrichtungen konkret umgesetzt werden können, um die Arbeitssituation in der Pflege zu verbessern. Auch im gemeinsamen Verbund der Allgäuer Einrichtungen und in Kooperation mit der Allgäu GmbH sollen weitere Schritte folgen.

Die Hintergründe, Vorgehensweisen und Ergebnisse der Studie können unter www.standort.allgaeu.de/massnahmen-ziele eingesehen werden. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Rudi Sorger unter pflege(at)allgaeu.de  oder Lisa Fischer unter lisa.fischer(at)hs-kempten.de

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