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Neuigkeiten aus der Hochschule

19.02.2021

Inklusion in Deutschland und der Ukraine - damals und heute

Fakultät Soziales und Gesundheit , Studium

Deutsch-ukrainisches Studierendenprojekt des Instituts für Gesundheit und Generationen

Studierende der Fakultät Soziales und Gesundheit der Hochschule Kempten arbeiteten zusammen mit Studierenden der Universitäten Augsburg und Černivci in der Ukraine für das Projekt „Inklusion?! Umgang mit Behinderung in Geschichte und Gegenwart in Deutschland und der Ukraine“. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ förderte das Projekt, das über zwei Monate dauerte. Das Projekt mit der Ukrainischen Universität kam durch vorausgegangene Forschungsaufenthalte von Prof. Dr. Maren Röger von der Universität Augsburg sowie Prof. Dr. Philipp Prestel von der Hochschule Kempten und zugleich Europabeauftragter des Bezirks Schwaben zustande. Die Stadt Černivci ist Regierungssitz der schwäbischen Partnerregion Bukowina.

„Ziel des Projekts war es, das Thema Inklusion und Umgang mit Behinderung aus historischer Perspektive, aber auch aus der aktuellen Sicht der Sozialen Arbeit zu betrachten“, so Lisa Fischer, Mitarbeiterin des Instituts für Gesundheit und Generationen an der Hochschule Kempten, die das Projekt begleitete. Die beteiligten Studierenden recherchierten, durchforsteten wissenschaftliche Beiträge und führten selbstständig Interviews mit Betroffenen. Leider konnten sich die Studentinnen und Studenten der drei Bildungsstätten nicht persönlich treffen. Dafür fand ein erfolgreicher Austausch in zahlreichen Online-Konferenzen statt. „Sehr gerne wären wir natürlich in die Ukraine gefahren, um die Situation der Menschen mit Behinderung vor Ort kennenzulernen. Aufgrund von Corona hat das leider nicht geklappt. Trotzdem konnten wir uns auch online austauschen und haben so mehr über die Lage von Menschen mit Behinderung in der Ukraine erfahren und die ukrainischen Studierenden zumindest ein wenig kennengelernt.“, fasst Daniel Braier, Student der Sozialwirtschaft aus Kempten, zusammen.

„Ich habe mich im Rahmen des Projekts mit der Auswirkung der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderung befasst. Dazu habe ich Eltern von Kindern mit Behinderung, die in einer stationären Wohneinrichtung leben, befragt, wie sie die erste Corona-Welle erlebt hatten. Für die Eltern kam es in dieser Zeit teils zu erheblichen Belastungen, die bewältigt werden mussten“, erläutert Melanie Lux, die Soziale Arbeit in Kempten studiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Themenbereich „Inklusion im Alter“. Hierzu konnten die Studierenden anhand eines selbst erstellten Beitrags erklären, wie innovative Wohnprojekte dazu beitragen, dass Kinder sowie junge und alte Erwachsene zusammenkommen und so eine inklusive Gemeinschaft entsteht. Darüber hinaus wurde ein Interview mit Holger Kiesel, dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Bayerischen Staatsregierung, geführt. Dieser berichtete, wie man sich auf politischer Ebene für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen kann.
Die Ergebnisse des Projekts werden in einer virtuellen Video- und Fotoausstellung präsentiert, die sich Interessierte unter www.inklusion-inklusija.com
ansehen können.

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