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10.07.2018

Lernen 4.0

Moderne Lernszenarien in der Informatik

Lange Tischreihen mit Computern, an denen Studierenden sitzen und hinter den Bildschirmen kaum zu sehen sind – so stellt man sich die Räume vor, in denen die Praxis eines Informatikstudiums vermittelt wird. Das passt jedoch schon lange nicht mehr zum Berufsbild in der modernen IT-Welt. Erfolgreiche Informatikerinnen und Informatiker leben heute in hohem Maß von Kommunikation, Teamarbeit und Kreativität.

Bereits während des Studiums wird das in den Informatikstudiengängen der Hochschule Kempten vermittelt und vorgelebt. Die Lehrenden wechseln dabei immer häufiger in die Rolle der Coaches, die Lernprozesse der Studierenden aktivieren und unterstützend begleiten.



Um diese Art der praxisorientierten Lehre optimal zu unterstützen, sind entsprechende Rahmenbedingungen notwendig. Unter Federführung der Professoren Dr. Bernd Dreier und Dr. Peter Klutke wurde ein klassischer Übungsraum neu gestaltet, der in modernen Lernszenarien optimal eingesetzt werden kann.

In den vergangenen Monaten wurde das Konzept in Lehrveranstaltungen über IT-Projektmanagement, beim Erstellen von Usability-Studien aber auch für klassische Fächer wie Mathematik erfolgreich angewendet.
„Hier geht es um Gruppenarbeit der Studierenden in Kleingruppen, etwa für Präsentationen oder zur Zusammenarbeit an eigenen Projekten, unter Nutzung agiler Vorgehensweisen, gerne auch im Stehen“, erklärt Professor Klutke.

Der Raum wurde mit Stehtischen versehen, die für Gruppen von 3 bis 6 Personen geeignet sind. Darauf befinden sich große Touchscreens, die flach auf dem Tisch liegend von mehreren Seiten bedient werden können. So können gemeinsam Dokumente diskutiert und bearbeitet werden. Mobile Displays, Flipcharts und fahrbare magnetische Moderationswände vervollständigen eine Umgebung, die sich sehr gut an die jeweilige Gruppe und Aufgabe anpassen lässt.

„In einem klassischen PC-Labor neigt man hinter einem Bildschirm schnell auch mal zum Abschalten“, gesteht Silvia, Studentin im Masterstudiengang Informatik. „In diesem Raum macht man viel aktiver mit, ist mehr dabei und bringt sich automatisch mehr ein“, so Silvia weiter. Dass man viel motivierter sei, sich traue eher Fragen zu stellen und mit dem Professor in Interaktion sei, bekräftigt auch Silvias Kommilitone Patrick. „Diese dynamische, aktivierende Methodik ist den Studierenden eine willkommene Abwechslung zum eher passiven sitzenden Zuhören und ist auch für die Lehrenden eine echte Bereicherung“, bestätigt Prof. Dreier.

Durch Konzepte wie dieses wird die Qualität und Effizienz der Lehre an der Hochschule Kempten weiter gesteigert und der Vorlesungsalltag vielseitig und spannend gestaltet. Daran arbeitet die Hochschule auch innerhalb ihres Forschungsschwerpunktes „Innovative Lehr- und Lernformen“.

Fotos: Studierende des Masterstudiengangs Informatik mit ihren Professoren Dr. Bernd Dreier und
Dr. Peter Klutke im neugestalteten Lehr- und Lernraum in der Fakultät Informatik an der Hochschule Kempten. Bildnachweis: Hochschule Kempten / Jasmin Martin

 

 

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