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11.02.2020

Israel – Mosaik der Kulturen

Exkursion des Studiengangs Sozialwirtschaft

Für 26 Studierende des dritten Semesters des Studiengangs Sozialwirtschaft ging es im Wintersemester 2019/2020 nach Israel. Im Rahmen der fünftägigen Bildungsreise hatten die Teilnehmenden durch vielseitige Programmpunkte die Möglichkeit, sich zu den Themen Arbeit und Soziales, Antisemitismus und dem Nahostkonflikt vor Ort ein eigenes Bild zu machen. So ermöglichte diese einzigartige Reise einen besonderen Einblick in die israelische Gesellschaft, Politik und in die Beziehungen zu Deutschland.

Bereits am Tag der Anreise erfolgte von Tel Aviv aus eine Fahrt in den nördlichen Teil Israels. Dort wurde an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon die permanente Gefahr von Angriffen aus der Luft oder unter der Erde spür- und sichtbar. Die Übernachtungen in Haifa bildeten den Ausgangspunkt für die Besichtigung von zwei Pflegeheimen. ZEDAKAH e. V. betreibt im galiläischen Hügelland in Ma’alot eine Einrichtung für Holocaust-Überlebende und in Miilya entstand das erste christlich-arabische Pflegeheim. Die Wohnheimleitungen erläuterten jeweils die Besonderheiten der Betreuungskonzepte. Ergänzend dazu  hatten die Studierenden die Möglichkeit, mit einer aus den Vereinigten Staaten stammenden Sozialarbeiterin in Kontakt zu treten und sich über die Bedeutung und Aufgaben der Sozialen Arbeit in Israel auszutauschen.
Ein sehr prägendes Ereignis war das persönliche Gespräch mit einer Holocaustüberlebenden, die unter anderem von ihren unvorstellbaren Erlebnissen in Theresienstadt und Auschwitz bis hin zu ihrer Reise nach Israel berichtete. Ihre Botschaft an die jungen Menschen war eindeutig: sich gegenseitig zu vertrauen und Hass jeglicher Art entgegenzutreten. Möglich wurde dieser Einblick durch das Freiwilligenjahr eines Studierenden, der Sozialwirtschaft dual umsetzt.

Nach einem kurzen Ausflug an das Tote Meer rundeten zwei Tage in Jerusalem die Exkursion ab. Beeindruckt von den vielen Farben, Gerüchen und Geräuschen der Stadt ging es zum Friends of Zion Museum. Am anderen Tag blieb ausreichend Zeit für die Besichtigung der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, die unmittelbar die grausamen Umstände und Lebensbedingungen der Juden zur Zeit des Holocausts vermittelt und zum Weiterdenken bewegt. Bei der Führung durch die Altstadt von Jerusalem wurde der Studiengruppe am Beispiel von Begegnungen und Orten, wie etwa der Klagemauer und der Grabeskirche die Vielschichtigkeit und Präsenz der Religionen bewusst.

Mit ihren neuen Erkenntnisse und Eindrücke entwickelten die Studentinnen und Studenten Dokumentations- und Bildungskonzepte zu einer Fachtagung „Einstehen für eine tolerante Gesellschaft – Gemeinsam gegen Antisemitismus“.

Bild: Studienfahrt von 26 Sozialwirtschaft-Studierenden nach Israel, geleitet von Prof. Dr. Ursula Müller, in Begleitung von Prof. Dr. Peter Nick und Prof. Dr. Patricia Pfeil. Bildnachweis: Hochschule Kempten

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