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05.10.2018

3. Jahrgang Systems Engineering

Semesterbeginn in Hochschulzentren Donau-Ries und Memmingen

Am 04. Oktober haben 29 Studierende ihr Studium im Bachelorstudiengang Systems Engineering begonnen. Das Verbundprojekt „Digital und Regional“ der Hochschulen Augsburg, Kempten und Neu-Ulm geht damit in die dritte Runde. Es wird vom Bayerischen Wissenschaftsministerium jährlich mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Der Augsburger Hochschulpräsident Prof. Gordon Thomas Rohrmair, Landrat Stefan Rößle und Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler begrüßten den neuen Jahrgang am Hochschulzentrum Donau-Ries in Nördlingen. An der Auftaktverstaltung nahmen auch Prof. Dr. Robert F. Schmidt Präsident der Hochschule Kempten und Prof. Dr.-Ing. Dirk Jacob, Vizepräsident für Lehre und Qualitätsmanagement sowie Leiter des Hochschulzentrums Memmingen teil.



Prof. Rohrmair erklärte in seiner Begrüßung: „Wir freuen uns über den großen Zuspruch der regional ansässigen Unternehmen für unser Modell. Die flexible Kombination aus praktischer Arbeit in der Firma und projektbasiertem Lernen schafft offenbar optimale Voraussetzungen für den weiteren Karriereweg unserer Studierenden.“ Ziel der Hochschulen sei es, den jungen Arbeitnehmern fachspezifische Prozesse in einer komplexen und sich schnell verändernden, internationalen Arbeitswelt nahezubringen, so dass sie diese eigenverantwortlich steuern könnten.

Markus Hein, Senior Site General Manager beim Kooperationspartner Valeo bestätigt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Studierenden im Bachelorstudiengang Systems Engineering befähigt werden, umfassende fachliche Aufgaben- und Problemstellungen im Themengebiet vernetzte technische Systeme kompetent zu bearbeiten und zu lösen. Das ist für uns als Unternehmen im Zuge von zunehmender Digitalisierung und Industrie 4.0 unerlässlich im Hinblick auf die Sicherung von Fachkräften.“ Von den guten Studienvoraussetzungen und der optimalen Ausstattung der Hochschulen überzeugten sich die Teilnehmer der Erstsemesterbegrüßung bei einem Rundgang durch das Hochschulzentrum Donau-Ries und die Robotikhalle des Technologie Centrum Westbayern (TCW).

Duales Modell: Systems Engineering

Der Studiengang Systems Engineering ist bei Anstellung in einem Unternehmen auf viereinhalb Jahre ausgerichtet und schließt mit dem Titel Bachelor of Engineering ab. Auf dem Lehrplan steht anwendungsorientierte Programmierung in den Bereichen Elektronik, Mechanik und Informatik. Das Grundstudium ist als breite Ingenieursausbildung in Mechatronik und Informatik angelegt. Anschließend erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium in den Themenfeldern Digitalisierung und Industrie 4.0 zu vertiefen.

Das Besondere: Studierende, die mitten im Berufsleben stehen oder gleichzeitig eine IHK-Ausbildung absolvieren, können einen Hochschulabschluss erreichen; aber auch ein Studium mit Praxisphasen ist möglich. An drei Tagen in der Woche arbeiten die Studierenden in ihrem Betrieb, an zwei Tagen besuchen sie Lehrveranstaltungen an den Standorten Nördlingen oder Memmingen. Unterstützung erhalten sie durch moderne und didaktisch hochwertige E-Learning-Angebote wie Lernplattformen, Video-Podcasts oder Videokonferenzen. Durch Instant Messaging stehen sie im permanenten Austausch mit ihren Dozenten. So ist eine strukturierte und betreute Vor- und Nachbereitung des Studiums garantiert.

„Wir bieten damit nicht nur Berufstätigen Weiterqualifizierungsperspektiven, sondern auch Abiturienten, Meistern und Technikern ein besonders praxisorientiertes Verbundstudium in ihrer Heimat an“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. Nik Klever. Die modernen Lehrmethoden sorgen dafür, dass die Studierenden ihr Studium und ihre Lerneinheiten individuell gestalten und ihre Zeit frei einteilen können. Auf diese Weise lassen sich Beruf, Studium und Freizeit ideal verbinden.
 
Ein weiterer Pluspunkt sind die regionalen Lernorte in Nördlingen und Memmingen. Die Studierenden profitieren von kurzen Anfahrtswegen, und die Unternehmen der Region können ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unmittelbar vor Ort passgenaue Weiterbildungen und Studienmöglichkeiten anbieten. Wie stimmig das Konzept ist, zeigt die breite Akzeptanz der Unternehmen in der Region. Über 71 regionale Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie kooperieren mit dem Projekt „Digital und Regional“.

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