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15.11.2018

Austausch mit Bundesminister Dr. Gerd Müller

Innovative Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika

Die Studierenden des Kemptener Masterstudiengangs Internationale Unternehmensentwicklung (Global Business Development) lernen im Allgemeinen neue Businessmodelle für Unternehmen zu entwickeln und innovative Lösungen für internationale Märkte zu finden. Die Methoden aus dem Innovationsmanagement im humanitären Sektor einzusetzen, ist ein neuer Ansatz, den die Hochschule gezielt weiterverfolgen möchte. Davon überzeugte sich auch Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der am Montag zu einer Gesprächsrunde mit den Studierenden an die Hochschule gekommen war.



Der Bundesminister erläuterte in einleitenden Worten, dass Hunger, Armut und Not in der Welt bekämpfbar sind und Deutschland dabei verstärkt auf Innovationen setzt. Es fehle jedoch noch immer an einem intensiven Technologie- und Innovationstransfer. Hier möchte sich die Hochschule Kempten künftig verstärkt einbringen.  
Die Koordinatorin des Studiengangs Internationale Unternehmensentwicklung (Global Business Development) Prof. Dr. Katrin Stefan arbeitet daran, das Thema „Innovationen in humanitären Organisationen“ in die bestehenden Lehrpläne zu integrieren. Bereits heute setzt sie sich mit ihren Kollegen aus der Fakultät Betriebswirtschaft, den Professoren Dr. Andreas Müller und Dr. Tobias Peylo mit Afrika als „Emerging Continent“ auseinander. Sie bringen die Thematik in Vorlesungen und Seminare ein, bauen Netzwerke auf und fördern mit Exkursionen den internationalen Austausch.

Mit „Innovation als Schlüssel für humanitäre Organisation“ beschäftigte sich auch Masterstudent Michael Streitmayer. Im Rahmen seines Praktikums beim World Food Programm der UNO entstand seine Masterarbeit über neue unternehmerische Lösungsansätze in der humanitären Arbeit, die auf großes Interesse des Ministers stößt. Mit Unterstützung des „Zentrum Ideenmanagement im Deutschen Institut für Ideen- und Innovations-management GmbH“ konnte die ausgezeichnete Abschlussarbeit, zu der Dr. Gerd Müller ein persönliches Vorwort beisteuerte, in einer eigenen Publikation veröffentlicht werden.

Im direkten Austausch appellierte der Minister an die Studierenden, sich ein differenziertes Bild von Afrika aufzubauen, weg vom Stereotyp des Kontinents der Krisen, Kriege und Katastrophen. Bei 54 Ländern mit sehr unterschiedlichen politischen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingen gelte es, mit ausgewählten Partnern eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu forcieren. Hierbei setze er auch auf die Hochschule Kempten und begrüßte ausdrücklich das bestehende Engagement und den weiteren Ausbau entsprechender
Expertise.

Foto: v. l. n. r. Prof. Dr. Andreas Müller, Fakultät Betriebswirtschaft, Roland Rausch, Geschäftsführer Zentrum Ideenmanagement, Prof. Dr. Katrin Stefan, Koordinatorin des Masterstudiengangs Internationale Unternehmensentwicklung (Global Business Development), Masterstudent Michael Streitmayer, Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Prof. Dr. Robert F. Schmidt, Präsident der Hochschule Kempten Bildnachweis: Zentrum Ideenmanagement/Susanne Mölle

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