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Kontakt

Stephanie Randel-Möst
Projektkoordinatorin

Silke Schweiger
Referentin für die Frauenbeauftragte

Anna Steinberger
Referentin für die Frauenbeauftragte

Melanie Lüders
Referentin für
Gleichstellung und Familie

Büro für Gleichstellung und Familie / D 117 und 405
Hochschule Kempten
Bahnhofstr. 61
87435 Kempten

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag
von 8:30 bis 12:00
und 13:00 bis 15:30
Aufgrund personeller Umstrukturierungen ist das Büro im November/Dezember 2018 freitags geschlossen.

In der Woche vor Weihnachten ist das Büro am Dienstag, 18.12. und Donnerstag, 20.12. geöffnet.

Kennzeichen

Vereinbarkeit von Studium und Familie

Neuregelung des Mutterschutzrechts

 

Für Schülerinnen und Studentinnen werden erstmalig einheitliche Regelungen für den Mutterschutz getroffen. Das neue Mutterschutzgesetz gilt ab dem 1.1.2018

Mit dem Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts ist zum 1. Januar 2018 ein neues Mutterschutzgesetz in Kraft getreten, das sich an den Zielen eines modernen Mutterschutzes orientiert. Die Regelungen im früheren Mutterschutzgesetz stammen aus dem Jahr 1952. Mit der Reform werden neuere gesundheitswissenschaftliche Erkenntnisse umgesetzt und gesellschaftliche Entwicklungen beim Mutterschutz berücksichtigt. Ziel ist eine Verbesserung des Gesundheitsschutzes. Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen und deren Autonomie sollen gestärkt werden.

 

Seit dem 1.1.2018 gilt das neue Mutterschutzgesetz auch für Studentinnen. Sowohl für Ausbildungsveranstaltungen an der Hochschule, als auch für verpflichtend vorgegebene Praktika. Für Studentinnen gelten einige Besonderheiten. Sie können bei Bedarf auf die Inanspruchnahme der Schutzfrist vor und nach der Entbindung verzichten. Verantwortlich für die Sicherstellung des Mutterschutzes ist bei Studentinnen die Hochschule. Bei einem Praktika außerhalb der Hochschule, der zuständige Arbeitgeber. Das Ergreifen konkreter Schutzmaßnahmen für die schwangere oder stillende Mutter und ihr (ungeborenes) Kind durch die Hochschule Kempten ist erst ab Mitteilung der Schwangerschaft möglich. Nachdem die Schwangerschaft oder Stillzeit dem Studienamt mitgeteilt wurden, wird die Fachkraft für Arbeitssicherheit zwecks allgemeiner Gefährdungsbeurteilung eingeschaltet. Zudem wird der Dekan/die Dekanin zwecks Information seiner/ihrer Laborleiter informiert, die eine spezifische Gefährdungsbeurteilung vornehmen. Ziel ist, dass der Studentin durch Schwangerschaft und Stillzeit keine Nachteile entstehen und entsprechende Schutzmaßnahmen von Seiten der Hochschule ergriffen werden können.

 

Schutzfristen

6 Wochen vor der Geburt
-    Studium uneingeschränkt möglich, vorausgesetzt es besteht keine unzumutbare Gefährdung
-    Studentinnen werden für Untersuchungen freigestellt

8 Wochen nach der Geburt bei regulärer Geburt                                                                             
Sonst 12 Wochen (Frühgeburt, Mehrlinge, Kind mit Behinderung)
-    Bei vorzeitiger Entbindung wird die Schutzfrist um die Zeit der Verkürzung nach hinten verlängert
-    Studium möglich, wenn kein gesundheitliches Verbot besteht. Widerruf jederzeit möglich, jedoch nicht    rückwirkend (z.B. für bereits erbrachte Prüfungsleistungen).
-    Freistellung für Untersuchungen sowie zum Stillen

 

Regelungen für Prüfungen
Nachteile aufgrund von Schwangerschaft, der Entbindung oder der Stillzeit sollen vermieden und ausgeglichen werden (z.B. durch eine Anpassung der vorgeschriebenen Reihenfolge von Modulen oder eine großzügige Gewährung von Ersatzterminen für das Ablegen von Prüfungen oder die Abnahme von Prüfungen in einer anderen Prüfungsform). Wird das Studium während des Mutterschutzes fortgesetzt, kann dies nur vor einer Prüfung wiederrufen werden. Bei Abbruch einer Prüfung gelten die bereits bekannten Regelungen der Hochschule zum Krankheitsfall in der Prüfung.

Ausnahmen für Studentinnen 
Die Hochschule darf von schwangeren oder stillenden Studentinnen welche 18 Jahre und älter sind, Studien- und Prüfungsleistungen nur im Rahmen von achteinhalb Stunden täglich oder maximal 90 Stunden in der Doppelwoche verlangen. Eine ununterbrochene Ruhezeit von täglich elf Stunden ist zu gewährleisten.
Die Hochschule darf eine schwangere oder stillende Studentin nicht zwischen 20 und 6 Uhr im Rahmen der hochschulischen Ausbildung tätig werden lassen. Sie kann sie allerdings an Veranstaltungen bis 22 Uhr teilnehmen lassen, wenn sie sich dazu ausdrücklich bereit erklärt (z.B. durch ihr Erscheinen), die Teilnahme für die Ausbildung erforderlich ist und eine unverantwortbare Gefährdung ausgeschlossen ist.
An Sonn- und Feiertagen gilt dasselbe: Die schwangere/stillende Studentin muss sich ausdrücklich dazu bereit erklären, die Teilnahme muss für die Ausbildung erforderlich sein, eine unverantwortbare Gefährdung ausgeschlossen sein und der Studentin muss im Anschuss eine ununterbrochene Nachtruhe von mindestens elf Stunden und ein Ersatzruhetag gewährt werden. 

Wichtig! 
Die Schwangerschaft und der voraussichtliche Geburtstermin müssen dem Studienamt so früh wie möglich mitgeteilt werden. Die Hochschule benötigt einen Nachweis der Schwangerschaft durch ein ärztliches Attest mit dem voraussichtlichen Entbindungstermin. Ebenso muss dem Studienamt mitgeteilt werden, wenn gestillt wird. Das Büro für Gleichstellung und Familie steht Ihnen beratend zur Seite!

 

Das Merkblatt der Hochschule Kempten zu den Neuerungen des Mutterschutzes finden Sie hier. 

Weitere Informationen sowie einen Leitfaden des Bundesministeriums finden Sie hier.

 


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