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Verfahrenstechnik und Nachhaltigkeit
(Bachelor of Engineering)

 

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Studienbeginn für das Wintersemester 2019/20: 01.10.2019.

Studienprofil


Studienabschluss


Bachelor of Engineering

Studienbeginn

Wintersemester

Regelstudienzeit

7 Semester

Zulassungsbeschränkung

Nein

Studiengangskoordinator

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mayer


Studieninhalt

Nachhaltigkeit in der gesamten Produktionskette sowie auch in den durchgeführten Verfahren wird das zentrale Thema der Zukunft sein. Globale Probleme, wie Trinkwasserknappheit, der Kunststoffeintrag in die Weltmeere, Klimawandel, die Emission von Schadstoffen oder auch die knapper werdenden Ressourcen liegen im Fokus von Öffentlichkeit und Unternehmen. Somit verlangen Bevölkerung und Unternehmen nach umfassenden Recycling- und Nachhaltigkeitsstrategien, um die sichtbaren Probleme, die mit jeder Produktion einhergehen, zu bewältigen. Ingenieure, die in diesem Bereich Kompetenzen haben, können in Unternehmen das interne Recycling und die Nachhaltigkeit von Prozessen steuern und optimieren. Sie können also helfen, die Produktionen insgesamt umweltverträglicher und nachhaltiger zu gestalten. Dabei liegt ein Fokus auch in der Kosteneinsparung durch optimierte Prozesse, sinnvollen Ressourceneinsatz und Hinterfragen von eingewöhnten Prozessabläufen.

Der neue Studiengang Verfahrenstechnik und Nachhaltigkeit an der Hochschule Kempten beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen:

  • Wie können Energie- und Rohstoffressourcen eingespart werden und wie kann ein optimaler Ressourceneinsatz garantiert werden?
  • Wie können nachhaltige Prozesse in den Unternehmen eingeführt und optimiert werden?
  • Wie können Abfälle optimal und kostengünstig vermieden, recycelt oder entsorgt werden?
  • Welche Verfahren sind hinsichtlich ihres Umweltimpacts geeignet?
  • Wie können wir die Auswirkungen auf die Umwelt mindern?
  • Wie können wir fossile durch regenerative Energieträger ersetzen.
  • Welche gesetzlichen Vorgaben existieren und was kann jeder Einzelne von uns tun?
  • Wie können wir klassische Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe ersetzen?
  • Wie erreichen wir die Ziele von „green engineering“ und „zero emission“?

Absolventen des Studienganges Verfahrenstechnik und Nachhaltigkeit sollen eine starke prozessorientierte und verfahrenstechnische Ausbildung erhalten, basierend auf den Grundlagen der Ingenieurwissenschaften sowie auch aus den Naturwissenschaften.

Der Studiengang wird im Vergleich zur klassischen Verfahrenstechnik neue Elemente aufnehmen. Er erhält einen starken Schwerpunkt in Recyclingprozessen, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik. Ziel ist es, das fertige Absolventen Prozesse und Verfahren hinsichtlich nachhaltiger und ressourcenschonender Weise optimieren können. Weiterhin müssen die Absolventen aber auch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz mitbringen, denn die Arbeit im Team –mit anderen Disziplinen- ist der Regelfall.

Der Bedarf an qualifizierten Absolventen mit verfahrenstechnischen Kenntnissen und Fertigkeiten ist in deutschen Industrieunternehmen anhaltend hoch, auch in der Erwartung, dass sie besonders gute Beiträge zum wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen leisten. Zunehmend in den Fokus geraten dabei aber auch der schonende Umgang mit Ressourcen sowie eine möglichst geringe Beeinflussung der Umwelt durch nachhaltige Prozesse. Berufsfelder fertiger Ingenieure „Ressourcen und Verfahrenstechnik“ liegen z. B. bei Abfallmanagement und Recycling. Durch die neue Verpackungsverordnung, die 2019 in Kraft tritt wird ein Fokus auf das werkstoffliche Recycling gelegt. Die Quoten im Kunststoffbereich sollen von derzeit 36 % auf dann 63 % steigen. Dies ist nur mit neuen Technologien und Prozessen erreichbar. Der Bedarf an in dieser Hinsicht ausgebildeten Ingenieuren wächst stark. Schwerpunkte können Abfallsammlung, -transport und -trennung, stoffliche Verwertung, werkstoffliche Verwertung, rohstoffliche Verwertung, energetische Verwertung sein, aber auch im Bereich der Deponierung und des betriebliches Abfallmanagement liegen große Herausforderungen. Im Bereich Ressourceneffizienz und Stoffstrommanagement liegen gerade bei der kunststoffverarbeitenden Industrie mit Rohstoffkosten von 50 – 80 % Anteil an den Gesamtkosten große Optimierungsaufgaben. Dem internen Recycling von Abfällen und Produktionsresten kommt so eine hohe Relevanz zu. Durch intelligentes Prozessmanagement und Optimierungsstrategien kann der Prozessingenieur erfolgreich Kosten einsparen. Ein hohes Know-how an Recyclingverfahren im Bereich der Kunststoffe ist hier notwendig. Auch Lebensmittel- und Verpackungshersteller die ihre Produkte überwiegend in Kunststoffen verpacken benötigen diese Kompetenzen.

Im Bereich der Energieeffizienz und alternative Energiegewinnung sind gerade industrielle Prozesse aus der chemischen und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie auch der Lebensmittelindustrie gekennzeichnet durch hohe Energieverbräuche, da dort viele Produkte mehrere Zyklen an Aufheizen und Abkühlen durchlaufen. Energieverbräuche zu optimieren und nachhaltig Verfahren zur Energieeinsparung und Energieeffizienz zu implementieren, ist eine wichtige Aufgabe des Ingenieurs. Schwerpunkte liegen im Bereich der energieeffizienten Produktionsverfahren, Energieeffizienz von Gebäuden, Energieeffizienz von Geräten sowie der regenerative Energietechnologien.

Ein weiteres Betätigungsfeld liegt in der Rohstoff- und Materialeffizienz durch materialeffiziente Produktionsverfahren, den Einsatz von z. B. nachwachsenden Rohstoffen (Biokunststoffe, Ersatzprodukte für die chemische Industrie, Verbundwerkstoffe, Farben und Lacke, Dämmstoffe). Hierdurch lassen sich Abwägung von Kosten / Nutzen bei Einsatz neuer Rohstoffe, Versachlichung der Diskussion bezgl. Industrieprozessen und Reduzierung der Umweltbelastung erreichen.

Weitere schwerpunktmäßige Einsatzgebiete liegen im Bereich der Wasser- und Abwasseraufbereitung, Luftreinhaltung und Beseitigung von Altlasten.

Nachhaltige Verfahrenstechnische Kenntnisse und Fähigkeiten werden in vielen Bereichen der Prozessindustrie sowie bei der Rückgewinnung von Wertstoffen und der Behandlung von Abfall- und Reststoffen benötigt. Dies betrifft vor allem klassische Felder wie die Lebensmittelindustrie, die Chemische Industrie und die Pharmazeutische Industrie aber auch neue Bereiche wie die Biotechnologie oder die Herstellung und der Einsatz neuer Materialien und optimierte Recyclingkonzepte.

Das regionale Umfeld der Hochschule Kempten Allgäu und Schwaben sind geprägt von mittelständischen Industrieunternehmen der Prozessindustrie. Der Bedarf an Verfahrenstechnikingenieuren in der Region ist hoch.

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