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ADOPI

Arbeitsunterstützung in der Dokumentation von Pflegeinterventionen

Laufzeit: 01.01.24 – 30.06.2027

(Antrag: 36 Monate bis 31.12.2026, verlängert)

Für dieses Projekt haben sich Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg zusammengeschlossen, um mit zwei Hochschulen und einem Unternehmen für Pflegedokumentationssysteme neue Wege in der Pflegedokumentation zu erproben. Das Projekt ADOPI ist gefördert durch das Interreg ABH Programm der Europäischen Union.

Projektbeschreibung

Die Pflegedokumentation beansprucht 20–40 % der Arbeitszeit von Pflegefachpersonen – Zeit, die für die direkte Pflege fehlt. ADOPI entwickelt und erprobt digitale Arbeitsunterstützungen, die den Dokumentationsaufwand senken und die Dokumentationsqualität erhöhen. 

Das Projektteam der Hochschule Kempten ist dabei verantwortlich für die Pflegeplanassistenz (PPA): Das vollintegrierbare Software-Modul analysiert Aufnahme- und Assessmentdaten und schlägt passende Pflegediagnosen aus einer Pflegeklassifikation vor – mit Begründung und verifizierten Quellenverweisen. Technisch beruht sie auf lokal betriebenen Open-Weight-Sprachmodellen: Sensible Gesundheitsdaten verlassen die Einrichtung nicht, Cloud-Abhängigkeiten und Lizenzkosten entfallen. Die fachliche Entscheidung bleibt stets bei der Pflegefachperson (Human-in-the-Loop).

Ergebnisse des Projekts

  • Erhebung der Ist-Situation in der Dokumentationspraxis: Umfrage in Einrichtungen der DACH-Region zur Bewertung von Zeitaufwand und aktueller Praxis der Pflegedokumentation
  • Machbarkeitsanalyse zu Automatisierungslösungen in der Pflegedokumentation (Nutzwert sowie technische, organisatorische, rechtliche und finanzielle Umsetzbarkeit)
  • Funktionsfähige Prototypen, Referenzimplementierung durch Integration in das Dokumentationssystem TransDok; Verwertungskonzept für die Projektergebnisse
  • Wissenschaftliche Publikationen sowie technische Dokumentation für Anwendung und Integration

Nachhaltigkeit

Der Code der entwickelten Software-Module wird nach Projektende als Open Source veröffentlicht. Er ist bewusst unabhängig von Dokumentationssystemen und Sprachmodellen gehalten und daher auf andere Situationen und Systeme übertragbar; die Integration in TransDok dient als Referenz für weitere Anbieter. Frei verfügbare Modelle und günstige lokale Hardware halten die Einstiegshürden niedrig. Der Transfer erfolgt über die beteiligten Träger und Pflegeverbände, über das BZPD sowie über den Studiengang Medizininformatik.

Projektleitung

Philipp Lizat (FH Vorarlberg, Institut Human-Centered Technologies)

Teilprojektleitung seitens der HS Kempten

Prof. Dr. Rafael Mayoral Malmström

T +49 (0) 831/2523-9279
rafael.mayoral[at]hs-kempten.de

Mitarbeitende

Lena Buchberger

Projektpartner

Sozialzentrum Rankweil GmbH
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Caritas-Altenhilfe für die Region Konstanz gGmbH
motile users software GmbH
AllgäuStift GmbH
Krankenhaus Dornbirn
BioLAGO e.V. – Das Gesundheitsnetzwerk
Medizin Campus Bodensee
Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband, Landesverband Vorarlberg

Förderprogramm

INTERREG VI-A Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2021-2027

Fördersumme: 
Gesamtprojekt: 1.037.789 €, Förderrate 60 %

 

 


KONFORM

KI-basierte Unterstützung bei der Erstellung der technischen Dokumentation gemäß der Medical Device Regulation

01.01.2026 - 31.12.2028

Projektbeschreibung

Im Projekt KONFORM wird eine KI-basierte Unterstützung für die Erstellung der technischen Dokumentation von Medizinprodukten gemäß der Medical Device Regulation (MDR) entwickelt. Hierzu werden Large Language Models (LLMs) an regulatorische Anforderungen angepasst und anhand realitätsnaher Anwendungsfälle trainiert. Im Fokus stehen die Unterstützung der klinischen Äquivalenzbewertung, biologischer Beurteilungen nach ISO 10993-1 sowie der Überführung bestehender technischer Dokumentationen (z.B. MDD – MDR; MDR – FDA). Ziel ist die prototypische Entwicklung und wissenschaftliche Evaluation einer Softwarelösung, die Hersteller bei der Erstellung regulatorisch konformer Dokumentationen unterstützt und den Zertifizierungsprozess effizienter gestaltet.

Ergebnisse des Projekts

  1. Wissenschaftlich evaluierte KI-Modelle zur Unterstützung ausgewählter Schritte der technischen Dokumentation;
  2. Prototypische Softwarelösung zur Integration der entwickelten KI-Komponenten;
  3. Nachweis der technischen Machbarkeit und Bewertung hinsichtlich Genauigkeit, Vollständigkeit, Transparenz, Gebrauchstauglichkeit und Zeitersparnis

Nachhaltigkeit

Die entwickelte Lösung ist modular aufgebaut und kann nach Projektende auf weitere regulatorische Anwendungsfälle (z. B. Risikomanagement nach ISO 14971 oder Dokumentation des Software-Lebenszyklus) erweitert werden. Dadurch bildet das Projekt die Grundlage für eine langfristige KI-gestützte Unterstützung des gesamten Zertifizierungsprozesses von Medizinprodukten.

Projektpartner

Senetics Healthcare group GmbH & Co. KG

Projektträger
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

 

Projektförderung
Bayern Innovativ – Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

 

Fördergeber
Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Fördersumme: 528.903,00 € (Anteil HS: 320.707,00 €)


V-IDENT

KI-basierte Ermittlung einer biometrischen Identität basierend auf Vitaldaten

Laufzeit: 01.02.2025 - 31.01.2027

Projektbeschreibung
Im Projekt V-IDENT wird ein KI-basiertes Verfahren zur passiven biometrischen Nutzerauthentifizierung auf Basis von Vitalparametern entwickelt und wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, Personen anhand kontinuierlich erhobener physiologischer Signale (z. B. Photoplethysmographie, PPG) eindeutig zu identifizieren, ohne dass eine aktive Benutzerinteraktion erforderlich ist. Im Fokus stehen die Entwicklung und Validierung geeigneter Machine-Learning-Verfahren sowie die regulatorische, technische und ethische Bewertung einer Integration in medizinische Wearables und Monitoring-Systeme.

Ergebnisse des Projekts

  1. Entwicklung und Evaluation eines KI-basierten Verfahrens zur biometrischen Identifizierung auf Basis von Vitalparametern;
  2. Bewertung der Leistungsfähigkeit verschiedener Signalarten, Merkmalsextraktions- und Machine-Learning-Verfahren; 
  3. Regulatorische und ethische Analyse der Technologie einschließlich Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und Zulassung

Nachhaltigkeit

Das Projekt schafft die Grundlage für die Integration KI-basierter biometrischer Authentifizierungsverfahren in weitere Wearables und digitale Medizinprodukte. Potenzielle Anwendungsfelder wurden gemeinsam mit Expert:innen bewertet und hinsichtlich ihrer technischen, regulatorischen und ethischen Anforderungen analysiert. Die Ergebnisse bilden die Basis für weiterführende Forschungs- und Förderprojekte mit dem Ziel, die Robustheit und Praxistauglichkeit der Technologie weiter zu erhöhen.

Projektpartner

cosinuss° GmbH

Projektträger
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

 

Projektförderung
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Fördersumme: 370.065,00 € (Anteil HS: 173.280,00 €)