Für dieses Projekt haben sich Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg zusammengeschlossen, um mit zwei Hochschulen und einem Unternehmen für Pflegedokumentationssysteme neue Wege in der Pflegedokumentation zu erproben. Das Projekt ADOPI ist gefördert durch das Interreg ABH Programm der Europäischen Union.
Projektbeschreibung
Die Pflegedokumentation beansprucht 20–40 % der Arbeitszeit von Pflegefachpersonen – Zeit, die für die direkte Pflege fehlt. ADOPI entwickelt und erprobt digitale Arbeitsunterstützungen, die den Dokumentationsaufwand senken und die Dokumentationsqualität erhöhen.
Das Projektteam der Hochschule Kempten ist dabei verantwortlich für die Pflegeplanassistenz (PPA): Das vollintegrierbare Software-Modul analysiert Aufnahme- und Assessmentdaten und schlägt passende Pflegediagnosen aus einer Pflegeklassifikation vor – mit Begründung und verifizierten Quellenverweisen. Technisch beruht sie auf lokal betriebenen Open-Weight-Sprachmodellen: Sensible Gesundheitsdaten verlassen die Einrichtung nicht, Cloud-Abhängigkeiten und Lizenzkosten entfallen. Die fachliche Entscheidung bleibt stets bei der Pflegefachperson (Human-in-the-Loop).
Ergebnisse des Projekts
Nachhaltigkeit
Der Code der entwickelten Software-Module wird nach Projektende als Open Source veröffentlicht. Er ist bewusst unabhängig von Dokumentationssystemen und Sprachmodellen gehalten und daher auf andere Situationen und Systeme übertragbar; die Integration in TransDok dient als Referenz für weitere Anbieter. Frei verfügbare Modelle und günstige lokale Hardware halten die Einstiegshürden niedrig. Der Transfer erfolgt über die beteiligten Träger und Pflegeverbände, über das BZPD sowie über den Studiengang Medizininformatik.
Philipp Lizat (FH Vorarlberg, Institut Human-Centered Technologies)
Teilprojektleitung seitens der HS Kempten
Prof. Dr. Rafael Mayoral Malmström
T +49 (0) 831/2523-9279
rafael.mayoral[at]hs-kempten.de
Mitarbeitende
Sozialzentrum Rankweil GmbH
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Caritas-Altenhilfe für die Region Konstanz gGmbH
motile users software GmbH
AllgäuStift GmbH
Krankenhaus Dornbirn
BioLAGO e.V. – Das Gesundheitsnetzwerk
Medizin Campus Bodensee
Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband, Landesverband Vorarlberg
INTERREG VI-A Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2021-2027
Fördersumme:
Gesamtprojekt: 1.037.789 €, Förderrate 60 %

Projektbeschreibung
Im Projekt KONFORM wird eine KI-basierte Unterstützung für die Erstellung der technischen Dokumentation von Medizinprodukten gemäß der Medical Device Regulation (MDR) entwickelt. Hierzu werden Large Language Models (LLMs) an regulatorische Anforderungen angepasst und anhand realitätsnaher Anwendungsfälle trainiert. Im Fokus stehen die Unterstützung der klinischen Äquivalenzbewertung, biologischer Beurteilungen nach ISO 10993-1 sowie der Überführung bestehender technischer Dokumentationen (z.B. MDD – MDR; MDR – FDA). Ziel ist die prototypische Entwicklung und wissenschaftliche Evaluation einer Softwarelösung, die Hersteller bei der Erstellung regulatorisch konformer Dokumentationen unterstützt und den Zertifizierungsprozess effizienter gestaltet.
Ergebnisse des Projekts
Nachhaltigkeit
Die entwickelte Lösung ist modular aufgebaut und kann nach Projektende auf weitere regulatorische Anwendungsfälle (z. B. Risikomanagement nach ISO 14971 oder Dokumentation des Software-Lebenszyklus) erweitert werden. Dadurch bildet das Projekt die Grundlage für eine langfristige KI-gestützte Unterstützung des gesamten Zertifizierungsprozesses von Medizinprodukten.
Prof. Dr. Katja Bochtler
katja.bochtler[at]hs-kempten.de
Prof. Dr. Rafael Mayoral Malmström
T +49 (0) 831/2523-9279
rafael.mayoral[at]hs-kempten.de
Mitarbeitende
Senetics Healthcare group GmbH & Co. KG
Projektbeschreibung
Im Projekt V-IDENT wird ein KI-basiertes Verfahren zur passiven biometrischen Nutzerauthentifizierung auf Basis von Vitalparametern entwickelt und wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, Personen anhand kontinuierlich erhobener physiologischer Signale (z. B. Photoplethysmographie, PPG) eindeutig zu identifizieren, ohne dass eine aktive Benutzerinteraktion erforderlich ist. Im Fokus stehen die Entwicklung und Validierung geeigneter Machine-Learning-Verfahren sowie die regulatorische, technische und ethische Bewertung einer Integration in medizinische Wearables und Monitoring-Systeme.
Ergebnisse des Projekts
Nachhaltigkeit
Das Projekt schafft die Grundlage für die Integration KI-basierter biometrischer Authentifizierungsverfahren in weitere Wearables und digitale Medizinprodukte. Potenzielle Anwendungsfelder wurden gemeinsam mit Expert:innen bewertet und hinsichtlich ihrer technischen, regulatorischen und ethischen Anforderungen analysiert. Die Ergebnisse bilden die Basis für weiterführende Forschungs- und Förderprojekte mit dem Ziel, die Robustheit und Praxistauglichkeit der Technologie weiter zu erhöhen.
cosinuss° GmbH
Projektträger
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektförderung
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Fördersumme: 370.065,00 € (Anteil HS: 173.280,00 €)
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