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Die FiPtec

Hintergrund und Kernaufgaben

Die Bayerische Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec) ist ein koordinierendes Forschungsnetzwerk im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten HighCare Agenda (HCA). Ziel ist es, die vielfältigen Forschungsaktivitäten zu pflegebezogenen Technologien in Bayern systematisch zu bündeln, wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzuführen und deren Transfer in die Pflegepraxis zu stärken.

Die Geschäftsstelle der FiPtec ist am Bayerischen Zentrum Pflege Digital (BZPD) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten angesiedelt. Von dort aus werden Vernetzung, Koordination und strategische Weiterentwicklung eines interdisziplinären Hochschulverbunds organisiert.

Im Zentrum der Initiative steht die Frage, wie soziale und technische Innovationen in der Pflege sinnvoll zusammenwirken können. FiPtec untersucht wissenschaftlich die Implementierung digitaler Technologien in der Pflegepraxis und unterstützt den Wissenstransfer in Versorgung, Forschung und Qualifizierung.

Inhaltliche Schwerpunkte

Reifegradmodelle und sozio-technische Gesamtanalyse

Es werden Reifegradmodelle als Self-Assessment-Tools für Einrichtungen der professionellen Pflege erstellt. Diese sollen Organisationen bei der strukturierten Einführung von Pflegetechnik unterstützen. Zudem dienen die Reifegradmodelle zur Identifikation von Fortbildungsbedarfen, die über die Fortbildungsoffensive „Technik in der Pflege“ adressiert werden.

Fortbildungsoffensive „Technik in der Pflege“

FiPtec konzipiert und initiiert eine Fortbildungsoffensive zur Digitalisierung in der professionellen Pflege. Innerhalb eines wissenschaftlich fundierten Curriculums werden bedarfsspezifische Online- und Präsenzmodule zu einem Qualifizierungsbaukasten zusammengefasst. Dabei werden bestehende Beratungs-, Schulungs- und Weiterbildungsangebote berücksichtigt. 

Innovationsbereitschaft und -fähigkeit in der Pflege

Zur Förderung der Implementierung sozio-technischer Innovationen werden strukturelle und individuelle Rahmenbedingungen in Pflegeeinrichtungen und deren Umfeld analysiert und gestaltet. Mittels qualitativer und quantitativer Erhebungen werden Bedingungen, Herausforderungen und Wirkmechanismen technologiegestützter Implementierung erfasst und analysiert.

Organisation und Koordination

Die Geschäftsstelle – angesiedelt am Bayerischen Zentrum Pflege Digital (BZPD) an der Hochschule Kempten – bildet das organisatorische Zentrum der Initiative. Sie ist verantwortlich für:

  • Aufbau und Pflege wissenschaftlicher Kooperationen in Bayern
  • Strategische Koordination des Forschungsnetzwerks
  • Betreuung der Arbeitsgemeinschaften
  • Organisation von Veranstaltungen und Netzwerkformaten 
  • Organisatorische Unterstützung der Arbeitspakete.

Die Geschäftsstelle stellt sicher, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, Netzwerkaktivitäten und Transferprozesse eng miteinander verzahnt sind.

Arbeitsgemeinschaften im Bayerischen Forschungsverbund

Ein zentraler Bestandteil der FiPtec sind thematische Arbeitsgemeinschaften (AGs). Sie vernetzen Forschende aus relevanten Einrichtungen in ganz Bayern.

Die AGs dienen als Plattform für:

  • Wissenschaftlichen Austausch
  • Entwicklung gemeinsamer Forschungsperspektiven
  • Bearbeitung zentraler Fragestellungen im Kontext des Einsatzes von Technik in der Pflege
  • Transfer von Forschungsergebnissen in Fachöffentlichkeit und Praxis.

Jede Arbeitsgemeinschaft wird von einer wissenschaftlichen Doppelspitze aus bayerischen Hochschulen oder Universitäten geleitet und von der FiPtec-Geschäftsstelle organisatorisch unterstützt.

Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaften gehören insbesondere:

  • Aufbau themenspezifischer Forschungsnetzwerke
  • Beratung bezüglich der inhaltlichen Schwerpunkte
  • Organisation von Fachveranstaltungen
  • Erstellung von Publikationen und Stellungnahmen
  • Förderung des wissenschaftlichen Transfers.

Durch diese Struktur entsteht ein dauerhaftes, interdisziplinäres Netzwerk zur Weiterentwicklung der Pflegetechnik-Forschung in Bayern.

Transfer in die Pflegepraxis

Die FiPtec arbeitet eng mit dem Kompetenzcluster für innovative Pflege (KiPf) am Zentrum für Telemedizin (ZTM) zusammen, das den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die pflegerische Praxis unterstützt. Das KiPf übernimmt dabei eine zentrale Rolle bei der Praxisanbindung, Erprobung und Verbreitung innovativer Lösungen in der Versorgung. Durch diese komplementäre Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass Forschungsergebnisse, Good-Practice-Beispiele und Qualifizierungsansätze zielgerichtet in Pflegeorganisationen, Bildungseinrichtungen und Versorgungsstrukturen in Bayern gelangen. Gemeinsam tragen FiPtec und KiPf dazu bei, Innovationen in der Pflege nachhaltig zu verankern und die digitale Transformation der Pflege evidenzbasiert zu gestalten.