
Das Bayerische Zentrum Pflege Digital (BZPD) führt ab 2026 bayernweit die Bayerische Pflegestudie (BPS) durch. Die BPS ist eine innovative Studie zum Thema informelle Pflege und Unterstützung in der Häuslichkeit. Sie befragt in einer dyadischen Perspektive Menschen mit Unterstützungs- bzw. Pflegebedarf und ihre An- und Zugehörigen. Die Teilnehmenden werden im Abstand von einigen Monaten wiederholt befragt.
Das BZPD betritt damit sowohl inhaltlich als auch methodisch Neuland in einem gesellschaftlich und politisch hochrelevanten Feld, zu dem trotz seiner hohen Bedeutung in naher Zukunft große Forschungslücken bestehen.
Ziel der BPS ist es, die Lebensrealitäten in der häuslichen Pflege in der Tiefe und sowohl aus der Perspektive der gepflegten Person als auch der pflegenden Angehörigen zu verstehen. Die Studie fokussiert dabei die zentralen Themen Gesundheit, soziale Beziehungen und Digitalisierung und deren Zusammenwirken über einen längeren Zeitraum. Die Studienergebnisse stellen den Akteur:innen und Entscheidungsträger:innen in der Politik auf kommunaler, regionaler und überregionaler Ebene fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung.
Die BPS zeichnet sich durch ein einzigartiges Vorgehen aus: Befragt werden nicht nur pflegende Angehörige, sondern erstmalig auch die von ihnen gepflegten Personen. Beide Perspektiven stehen sich dabei gleichberechtigt gegenüber und können in gegenseitigen Bezug gesetzt werden. Zudem begleitet die BPS die Menschen in der häuslichen Pflege über einen längeren Zeitraum und kann Veränderungen im Unterstützungsgeschehen und im Pflegeprozess nachzeichnen und damit Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten identifizieren.
Das BZPD führt die Studie in Kooperation mit dem infas Institut für Sozialwissenschaft in zwei Teilprojekten durch. Teilprojekt 1 startet im Frühjahr 2026, basiert auf einer für Bayern repräsentativen Einwohnermeldeamtsstichprobe und befragt 2.000 Dyaden aus pflegebedürftiger und pflegender Person (insgesamt ca. 4.000 Personen). Zum Einsatz kommen dabei zwei 12-seitige Selbstausfüller-Fragebögen - einer für die Person, die Unterstützung bzw. Pflege erhält und einer für die unterstützende an- und zugehörige Person.
Teilprojekt 2 startet im Frühjahr 2028 und basiert auf einer Gelegenheitsstichprobe. Befragt werden 400 Dyaden aus (Ehe-)Partnern mit einer pflegebedürftigen Person (insgesamt ca. 800 Personen) in der Tiefe. Diese Befragung wird computergestützt durch geschulte Interviewende im Haushalt der Teilnehmenden geführt und dauert etwa 45 Minuten. In beiden Teilprojekten werden die Teilnehmenden werden im Abstand von einigen Monaten wiederholt befragt.
Die BPS liefert so einerseits für ganz Bayern repräsentative Angaben über Zustand und Entwicklungen in der häuslichen Pflege (Teil 1) und andererseits tiefe Einblicke in die dynamischen Lebensrealitäten von mit Pflegebedürftigkeit konfrontierten Paaren (Teil 2).




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