Projekt

  1. Hochschule Kempten
  2. Fakultät Informatik
  3. Studium
  4. Bachelor

18.06.2025

Projektarbeit: Gesichtserkennung mit Roboterinteraktion

Studierende entwickeln mit PHANDAM Solution smarte Patientenannahme und -steuerung für Arztpraxen

Start-Screen der Smartphone-App zur Gesichtserkennung mit der Aufforderung, sich selbst zu fotografieren.
PHANDAM Smartphone App

Aufgrund zunehmender Digitalisierung und Automatisierung verschiedenster Arbeitsprozesse eröffnen sich in vielen Branchen des alltäglichen Lebens neue Wege zur Effizienzsteigerung. Neben der Industrie ist auch das Gesundheitswesen von dieser Weiterentwicklung betroffen. Besonders in Arztpraxen kommt es aufgrund von erhöhtem Verwaltungsaufwand bei gleichzeitigem Personalmangel vermehrt zu Wartezeiten, schlechter Ressourcennutzung und negativen Patientenerfahrungen. Im Rahmen der Projektarbeit an der Hochschule Kempten haben Philipp Hagel, Hendrik Karsch, Alisa Knobelspies, Nikolas Zagora, Dennis Winkelmann, Anel Dervisic und Melissa Storf – allesamt Bachelorstudierende aus dem Studiengang Informatik
– unter dem Namen PHANDAM Solutions ein Konzept für eine smarte Patientenannahme und -steuerung entwickelt.
Ziele des Projekts waren:

  • Smarte Patientenannahme und -steuerung im Empfangsbereich einer Arztpraxis
  • Patientenerkennung mittels Gesichtserkennung
  • Terminkoordination mittels Desktop Anwendung und Spracherkennung
  • Patientenführung mittels Lego EV3 Mindstorm Roboter

Vorgaben zu Beginn des Projekts waren eine Arztpraxis mit einem Empfangsbereich, einem
Wartezimmer und drei Behandlungszimmern vorgegeben. Danach wurden die Anforderungen in 4
Hauptszenarien unterteilt:

  • Terminpatient kommt in die Praxis
  • Patient aus dem Wartezimmer abholen
  • Spontanpatient kommt in die Praxis
  • Neupatient kommt in die Praxis

Wenn Patienten in die Arztpraxis kommen, sehen sie im Empfangsbereich einen Roboter, auf dem ein Smartphone liegt. Die Patienten nehmen das Smartphone in die Hand und werden entweder mittels der Gesichtserkennung erkannt oder nicht erkannt. Falls nicht, werden ihre Personendaten mittels Sprachsteuerung abgefragt und ein Termin mit ihnen vereinbart.
Falls Patienten erkannt werden, wird geprüft, ob sie in Kürze einen Termin in der Arztpraxis haben, und falls ja mit Hilfe des Roboters in ein freies Behandlungszimmer geführt. Sollten alle Behandlungszimmer belegt sein, wird der Patient in das Wartezimmer geführt. Sobald ein Behandlungszimmer verfügbar wird, fährt der Roboter in das Wartezimmer, der Patient wird
aufgerufen und folgt dem Roboter anschließend in das freie Behandlungszimmer.
Wie das Projekt zeigt, werden digitale Lösungen vor Ort dazu beitragen, standardisierte Abläufe
und gleichbleibende Qualität für alle Patienten zu gewährleisten.

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