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Mach das Leben zum Beruf

Du möchtest einen verantwortungsvollen Job, bei dem die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen im Mittelpunkt stehen? Dann bereitet dich das Studium der Pflege hervorragend auf eine berufliche Karriere mit vielfältigen, abwechslungsreichen und wertvollen Tätigkeiten vor. Die Hochschulausbildung zur Pflegefachperson verbindet auf eindrucksvolle Weise die Nähe zum Menschen mit wissenschaftlicher Arbeit und qualifiziert dich insbesondere für hochkomplexe Pflegeprozesse.

Als Pflegefachperson unterstützt du Menschen aller Altersgruppen in akuten Krankheitsphasen und bei der Wiederherstellung bzw. Erhaltung ihrer Gesundheit. Du hilfst ihnen bei der Wahrung ihrer Interessen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lebenssituation und ihres sozialen Umfelds.

Zu den besonderen Aufgaben der Pflegefachpersonen mit Bachelorabschluss gehört die wissenschaftsorientierte Bearbeitung fachlicher Problemstellungen der Pflege:

  • Komplexe pflegerische Maßnahmen planen, koordinieren, durchführen und beurteilen
  • Pflegebedürftige Menschen und deren Bezugspersonen zu Fragen der Gesundheitsförderung, Prävention, Pflege, Therapie und Rehabilitation beraten
  • Forschungsergebnisse recherchieren, beurteilen und kritisch anwenden
  • Medizinisch angeordnete Maßnahmen der Diagnostik und Therapie vorbereiten und übernehmen
  • Im Notfall lebenserhaltende Maßnahmen einleiten und durchführen
  • Mit unterschiedlichen Gesundheitsberufen im Team zusammenarbeiten
  • Pflegequalität beurteilen und wissenschaftsbasiert weiterentwickeln

Und damit du von Anfang an praxisnah lernst, absolvierst du im Laufe des Studiums in jedem Semester ein bis zwei Praktika in den verschiedensten Praxiseinrichtungen, bei denen du intensiv betreut wirst. Wir unterstützen dich außerdem durch teamorientiertes Lernen und Arbeiten in einer familiären Atmosphäre, in der sich Lehrende und Studierende kennen und schätzen. 

Der Freistaat Bayern hat ein Stipendienprogramm für Pflegestudierende eingeführt. Weitere Infos dazu findest du unten unter "Stipendium".

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Auf einen Blick

  • Abschluss

    Bachelor of Science (B. Sc.)

  • Studientyp

    Vollzeit

  • Regelstudienzeit

    8 Semester

  • ECTS Credits

    240

  • Studienbeginn

    Wintersemester

  • Zulassungsbeschränkung

    nein

  • Unterrichtssprache

    Deutsch

  • Fakultät

    Soziales und Gesundheit

  • International studieren

    optional

  • Akkreditierung

    in der Umsetzung

Details zum Studiengang

Das Studium verbindet die theoretischen und praktischen Grundpfeiler der drei großen Bereiche des Gesundheitswesens (Alten-,  Kranken-, & Kinderkrankenpflege) mit der Wissenschaft.
Ziel des Studiums ist es, dir durch theoretischen Input und durch Praxiseinsätze Einblick in möglichst viele Bereiche der Pflege zu gewähren, um somit ein breites Fachwissen zu erlangen.

Das Basisstudium (1. bis 3. Semester) umfasst Lerninhalte zu Gesundheit, Krankheit und dem menschlichen Körper. Bereits im ersten Semester erlernst du praktische Methoden und kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit pflegebedürftigen Personen. Darüber hinaus entwickelst du die Systematik einer selbstständigen, wissenschaftlichen Arbeitsweise.

Im Vertiefungsstudium (4. bis 7. Semester) erweiterst du dein Wissen und deine Kompetenzen anhand praktischer Beispiele in spezialisierten Pflegebereichen. Du lernst, die individuellen Probleme und Wünsche der zu pflegenden Person zu verstehen und mit Hilfe deines theoretischen Wissens zu erklären. Darüber hinaus vertiefst du deine Kenntnisse aus den pflegerischen Bezugswissenschaften Medizin, Psychologie, Soziologie, Ethik, Ökologie, Rechtswissenschaften, Politik und Betriebswirtschaft zu berücksichtigen. Die klinisch-praktischen Fertigkeiten bilden die Schlüsselkompetenz der beruflichen Pflege. Simulationen im SkillsLab der Hochschule Kempten bieten dir die Möglichkeit, praktische Fertigkeiten in einer risikofreien, aber realitätsnahen Handlungsumgebung, zu trainieren. Diese spezielle Form des hochschulischen Lernens ist vom ersten Semester an ein fester Bestandteil des Studiums.

In den letzten zwei Semestern absolvierst du die staatlichen Prüfungen zur Berufszulassung und bearbeitest in der Bachelorarbeit ein pflegerisches Thema mit wissenschaftlichen Methoden. Nach dem erfolgreichen Studium wird dir von der Hochschule der akademische Grad Bachelor of Science (B. Sc.) verliehen. Der Abschluss berechtigt dich zur Führung der Berufsbezeichnung als „Pflegefachfrau oder Pflegefachmann B. Sc.“ führen.

In jedem Semester sind pflegepraktische Einsätze geplant. Sie finden in der Regel nach der Vorlesungszeit statt. Ab dem dritten Semester sind auch Praxisphasen während der Vorlesungszeit vorgesehen. Während der Praxiseinsätze bist du in das jeweilige Pflege- und Therapieteam integriert und wirst von erfahrenen Praxisanleitungen betreut. Außerdem besuchen dich regelmäßig Lehrende der Hochschule, um deine Praxiserfahrungen auf pflegewissenschaftlicher Grundlage mit dir zu reflektieren und damit deinen Theorie-Praxis-Transfer zu unterstützen.

Der „Lernort Praxis“ umfasst insgesamt 2.300 Stunden. Ein Teil davon findet als vorbereitendes Simulationstraining an der Hochschule statt. Du absolvierst jeweils mindestens 400 Stunden in der allgemeinen Akutpflege, der allgemeinen Langzeitpflege in stationären Einrichtungen und in der ambulanten Pflege. Darüber hinaus lernst du noch weitere besondere Tätigkeitsbereiche, wie beispielsweise die Pädiatrie und Psychiatrie, der beruflichen Pflege kennen und erhältst Einblicke in gesundheitsrelevante Versorgungstrukturen.

Der Bedarf an hochschulisch qualifizierten Pflegefachpersonen wird in Zukunft steigen. Die Absolventinnen und Absolventen haben beste Berufsaussichten und als hochschulisch qualifizierte Pflegefachperson sehr gute Chancen als Pflegeexpertinnen und –experten sowie die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Karriere.

Die berufliche Pflege ist eine sinnvolle, wissenschaftsbasierte, gesundheitsorientierte Tätigkeit nahe am Menschen. Das Studium bereitet dich auf die Arbeit in allen Bereichen der Pflegepraxis vor. Pflegefachpersonen begleiten und unterstützen Menschen jeden Alters und ihre Bezugspersonen bei drohenden und bestehenden Gesundheitsproblemen und Pflegebedürftigkeit. Sie fördern Gesundheit, verhüten Krankheit, tragen zur Heilung von Erkrankungen bei und lindern Leiden. Sie sind für den Transfer gesicherter Erkenntnisse aus der internationalen Forschung in die Pflegepraxis verantwortlich. Einsatzorte können bspw. Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen, ambulante Pflegedienste, Kinderkliniken oder auch ein betreutes Wohnen sein. Die oft komplexen Aufgaben erfordern eine gute Zusammenarbeit im Team mit anderen Gesundheitsberufen.

Auf die Absolventinnen und Absolventen wartet ein sich dynamisch entwickelndes Berufsfeld mit vielfältigen Karrieremöglichkeiten bzw. der Möglichkeit, ein Masterstudium anzuschließen in Pflegepädagogik, Pflegemanagement etc.

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel angesichts der demographischen Entwicklung. Neue Technologien und die Digitalisierung werden Pflege und Medizin in Zukunft verändern (Stichwort Pflege 4.0). Da braucht es Expertinnen und Experten, die diesen Wandel auch aus wissenschaftlicher Pflegeperspektive begleiten. Das Ziel ist schließlich, dass innovative Lösungen zum Wohle von zu pflegenden Menschen und ihren Betreuungspersonen gefunden werden.

Sei du Teil der Innovation!

Bewerbungsverfahren:
Alle Informationen und Details zu deiner Bewerbung und den Zulassungsvoraussetzungen  haben wir für dich zusammengetragen.

Du verfügst bereits über eine abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflege, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Pflege (generalistisch)? Dann kannst du dir fast alle Module der ersten drei Semester anrechnen lassen und direkt ins vierte Semester starten. Bitte nimm mit der Fachstudienberatung des Studiengangs Kontakt auf, sollte diese Variante für dich interessant sein.

Besondere Unterlagen zur Immatrikulation:

Die berufliche Pflege ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, in der du mit hilfsbedürftigen Menschen in kritischen Lebensphasen arbeitest. Daher musst du spätestens bei der Immatrikulation deine gesundheitliche Eignung mit einem Gesundheitszeugnis sowie deine Zuverlässigkeit für diese Aufgabe mit einem polizeilichen Führungszeugnis nachweisen. Für das Gesundheitszeugnis gehst du am besten mit einem Ausdruck unserer Vorlage zu deinem Hausarzt und bittest ihn, dieses für dich auszufüllen. Das polizeiliche Führungszeugnis kannst du entweder persönlich unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses bei deiner örtlichen Meldebehörde oder über das Online-Portal des Bundesamts für Justiz beantragen. Dir wird das Zeugnis dann in der Regel binnen ein bis zwei Wochen postalisch zugeschickt. Weitere Infos dazu findest du auf der Internetseite des Bundesamtes für Justiz.

Offenheit, Toleranz und Akzeptanz sind für uns gelebte Werte. Unser Ziel ist es, allen Agierenden an der Hochschule Kempten Bildung im internationalen Kontext zu vermitteln. Dabei unterstützen wir hochschulweite, fakultätsübergreifende Maßnahmen zur Förderung internationaler Projekte ebenso wie die Begegnung unterschiedlicher Kulturen.

Zur Förderung deiner interkulturellen Kompetenzen ist im 6. Semester ein Auslandspflegepraktikum von 5 Wochen vorgesehen, das individuell auf bis zu 2 Monate verlängert werden kann. Das Zielland kannst du frei wählen. Diese Erfahrung ermöglicht dir das Kennenlernen eines anderen Gesundheitssystems und bereichert deine Erfahrungen in der Pflegepraxis. Zudem kannst du im 6. Semester vor dem Auslandspflegepraktikum ein Semester im Ausland studieren. Auf den Auslandsaufenthalt wirst du im 5. Semester durch einen Fachenglisch-Kurs sprachlich vorbereitet.

Du möchtest mehr zu unserer internationalen Ausrichtung und deinen Studienmöglichkeiten im Ausland erfahren? Dann informier dich gerne über unser Portal.

 

Alle Studiengangs- und Prüfungsordnungen stellen wir Ihnen zentral zusammen. Dort finden Sie alle Versionen und Änderungen. weiter …

Stipendium

Der Freistaat Bayern hat ein Stipendienprogramm für Pflegestudierende eingeführt. Dieses steht allen offen, die bereits in Vollzeit einen primärqualifizierenden Pflegestudiengang an einer bayerischen Hochschule oder Universität aufgenommen haben. Das Stipendium kann von jeder/jedem Studierenden beim Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) beantragt werden und unterliegt dabei keiner Bedürftigkeitsprüfung oder Altersgrenze. Somit können ab diesem Wintersemester alle primärqualifizierenden Pflegestudierenden ab dem zweiten Semester eine monatliche Vergütung i.H.v. 600,00 € erhalten. Die entsprechenden Formulare werden auf der Homepage des LfP zur Verfügung gestellt. Das Stipendium kann für bis zu drei Jahre gewährt werden. Weitere Informationen und Unterstützung bei der Beantragung erhältst du von der Fachstudienberatung.

Masterstudiengänge

Aufbauend auf diesem Bachelorstudiengang bietet dir die Hochschule Kempten folgende weiterführende Masterstudiengänge an:

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Weitere Details zum Studiengang

Berufszulassung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums verleiht die Hochschule Kempten den akademischen Grad Bachelor of Science (B. Sc.). Der Abschluss berechtigt zum Antrag auf Erlaubnis zur Berufszulassung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann bei der Regierung von Schwaben.

Ansprechpersonen

Wir wissen, wie aufregend der Start in dein Studium sein kann. Darum ist uns wichtig, dass du Ansprechpersonen hast, die dir in allen Belangen rund um dein Studium weiterhelfen können.

Kontakt für Studieninteressierte

  • Allgemeine Studienberatung

Wenn du allgemeine Fragen rund um Studium und Bewerbung hast, wende dich an die Allgemeine Studienberatung

  • Studiengangsspezifische Beratung

Wenn du dich für diesen Studiengang interessierst und hierzu Fragen hast, wende dich bitte an

Alina Peukert

E-Mail: pflege(at)hs-kempten.de

FAQ

Wieso sollte ich studieren und keine Ausbildung machen?

In der Pflege ist zunehmend Wissen von Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten gefragt. Die Komplexität der Anforderung steigt seit Jahren und ein Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der internationalen Pflegeforschung ist dringend notwendig. Der Bachelorstudiengang „Pflege“ versteht sich somit nicht als Konkurrenz zur Pflegeausbildung. Viel eher als Ergänzung, um dem heutigen Anspruch an Pflegekräfte gerecht zu werden.

Ein Vorteil des Studiums ist, dass du während deiner Ausbildungszeit an keine spezielle Einrichtung gebunden bist. Das Studium bietet dir die Möglichkeit, in viele verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern. Die regelmäßigen Praxiseinsätze in den unterschiedlichen Einrichtungen helfen dir dabei, den Pflegemarkt kennenzulernen und dein persönliches Interessengebiet herauszufinden.

Der Bachelorabschluss ermöglicht es dir, auch im europäischen Ausland in diesem Beruf tätig zu sein bzw. Karriere zu machen.

Und jetzt mal ehrlich… Neue Leute kennenlernen, mit anderen Studierenden feiern gehen, kostenlos mit dem Bus durch Kempten und Umgebung fahren, sich den guten Kaffee auf dem Campus schmecken lassen, bei den Freizeitangeboten der Hochschule Studierende der anderen Studiengänge kennenlernen oder sich mit Gleichgesinnten bei studentischen Initiativen austauschen – klingt das nicht verlockend?

Zum Ausgleich der gegenüber der Pflegeausbildung fehlenden Vergütung, wird der Freistaat Bayern, ab Wintersemester 2022/23 ein Stipendienprogramm für Pflegestudierende einführen. Vgl. https://www.stmgp.bayern.de/presse/holetschek-bayern-bringt-stipendienprogramm-fuer-das-pflegestudium-auf-den-weg/

Wie gut sind meine Chancen, einen Studienplatz zu erhalten, wenn ich mich bewerbe?

Sehr gut. Aktuell ist der Studiengang nicht zulassungsbeschränkt. Das bedeutet, dass du in jedem Fall ein Zulassungsangebot erhältst, wenn du dich bei uns bewirbst und über eine Hochschulzugangsberechtigung (Abi, Fachabi oder Zugang als beruflich Qualifizierte) verfügst. Weitere Infos zur Bewerbung.

Gibt es besondere Aufnahmevoraussetzungen?

Neben Deiner Hochschulzugangsberechtigung (Abi, Fachabi oder Zugang als beruflich Qualifizierte) musst du spätestens bei deiner Immatrikulation ein Gesundheitszeugnis sowie ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Weitere Infos findest du unter den Aufnahmevoraussetzungen.

Für das Gesundheitszeugnis gehst du am besten mit einem Ausdruck unserer Vorlage zu deiner Hausärztin oder zu deinem Hausarzt und bittest sie bzw. ihn, dieses für dich auszufüllen. Das Führungszeugnis kannst du entweder persönlich unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses bei deiner örtlichen Meldebehörde oder über das Online-Portal des Bundesamts für Justiz beantragen. Dir wird das Zeugnis dann in der Regel binnen ein bis zwei Wochen postalisch zugeschickt. Weitere Infos dazu findest du auf der Internetseite des Bundesamtes für Justiz.

Ich möchte direkt im Anschluss an meine Berufsausbildung studieren. Geht das?

Ja das geht, wenn du über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügst (Abi, Fachabi oder Zugang als beruflich Qualifizierte). Näheres findest du unter den Aufnahmevoraussetzungen.

Ich habe zwar eine abgeschlossene Ausbildung aber kein (Fach-)Abitur. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja das geht, wenn du über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügst (Abi, Fachabi oder Zugang als beruflich Qualifizierte). Näheres findest du unter den Aufnahmevoraussetzungen.

Ja, es können auch beruflich qualifizierte Personen ohne Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur) zugelassen werden. Hierfür benötigst du entweder eine so genannte Aufstiegsqualifikation (Meister und gleichgestellte Fortbildungsprüfungen und Abschlüsse) oder neben einer mindestens 2-jährigen Berufsausbildungen in einem Gesundheitsberuf mindestens 3 Jahre Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung. Näheres findest du unter den Aufnahmevoraussetzung für beruflich Qualifizierte.

Für die Zulassung ist ein Beratungsgespräch notwendig. Schreibe einfach eine E-Mail an pflege(at)hs-kempten.de und lass dich beraten.

Was bringt mir das Studium, wenn ich bereits als Pflegefachperson ausgebildet bin?

Die Freude an der Arbeit mit Menschen und deren (Gesundheits-)Problemen sind Grundvoraussetzungen für Pflegefachpersonen. Die Arbeit in der professionellen Pflege muss aber auch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Wissenschaftlich qualifizierte Pflegefachpersonen begleiten und unterstützen Menschen in allen Lebensphasen bei drohenden und bestehenden Gesundheitsproblemen mit wissenschaftsbasierten Methoden. Sie sind für den Transfer gesicherter Erkenntnisse aus der internationalen Forschung in die Pflegepraxis verantwortlich. Das Bachelorstudium Pflege an der Hochschule Kempten vermittelt eine wissenschaftlich basierte und zukunftsfähige Berufsqualifikation.

Im Studium erlernst du folgende Kompetenzen:

  • hochkomplexe Pflegeprozesse wissenschaftlich fundiert zu steuern und zu gestalten,
  • pflegerelevante Forschungsergebnisse selbstständig zu erschließen und zur Problemlösung zu nutzen,
  • Menschen mit Pflegebedürfnissen sowie deren Bezugspersonen wissenschaftlich fundiert und ethisch reflektiert zu beraten,
  • innovative Ansätze sowie neue Technologien kritisch zu analysieren und gegebenenfalls in die Praxis zu übertragen,
  • an der Entwicklung von Qualität mit vertieftem Wissen mitzuwirken sowie die gesundheitliche und pflegerische Versorgung maßgeblich mitzugestalten.

Du erhältst zu deinem bereits vorhandenen Berufsabschluss „Pflegefachfrau/-mann“ zusätzlich die akademische Bezeichnung Bachelor of Science (B. Sc.). Dieser eröffnet dir eine Vielzahl an weiteren Entwicklungsmöglichkeiten, z.B. ein Masterstudium.

Ich habe bereits eine Ausbildung absolviert bzw. einschlägige Fort- und Weiterbildungen gemacht. Kann ich mir daraus etwas anrechnen lassen?

Wenn du bereits eine Ausbildung in der Altenpflege, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Pflege (generalistisch) absolviert hast, kannst du dir fast alle Module der ersten drei Semester anrechnen lassen und direkt ins vierte Semester starten. Auch Teile deiner Praxiseinsätze können angerechnet werden. Bitte nimm mit der Fachstudienberatung des Studiengang Kontakt auf.

Bei anderweitigen Ausbildungen kommt es ganz auf den Einzelfall an und liegt im Ermessen der Hochschule. Außerhochschulische Kompetenzen können angerechnet werden, wenn diese gleichwertig mit Modulen deines angestrebten Studiengangs sind, wenn sie den Modulen also nach Inhalt, Umfang und Niveau entsprechen. Dies ist nur selten der Fall, weshalb eine Anrechnung praktisch nur im Ausnahmefall erfolgt.

Wenn du unsicher bist, ob bei dir eine Anrechnung möglich ist, kannst du das zunächst mit der Fachstudienberatung des Studiengangs besprechen. Anschließend stellst du einen Anrechnungsantrag über die Abteilung Studium. Dort bekommst du auch das Formular für den Anrechnungsantrag. Die Anrechnung außerhochschulischer Kompetenzen erfolgt immer ohne Note, da die jeweiligen Notensysteme nicht vergleichbar sind.

Ich habe bereits ein anderes Studium absolviert oder angefangen. Kann ich mir daraus etwas anrechnen lassen?

Das kommt ganz auf den Einzelfall an. Grundsätzlich gilt, dass wir dir hochschulische Kompetenzen anrechnen müssen, es sei denn, zwischen deinen erworbenen Kompetenzen und denen des Zielmoduls in unserem Studiengang bestehen wesentliche Unterschiede. Hier musst du also genau prüfen, welche deiner bereits absolvierten Module zu den Modulen unseres Studiengangs passen.

Wenn du unsicher bist, ob bei dir eine Anrechnung möglich ist, kannst du das zunächst mit der Fachstudienberatung des Studiengangs besprechen. Anschließend stellst du einen Anrechnungsantrag über die Abteilung Studium. Dort bekommst du auch das Formular für den Anrechnungsantrag.

Ich kann bzw. möchte nicht mehr direkt mit Patientinnen bzw. Patienten / Klientinnen bzw. Klienten arbeiten. Habe ich mit diesem Studium die Chance, in andere Tätigkeitsfelder zu wechseln?

Grundsätzlich hat der Studiengang das Ziel, für eine Tätigkeit nah an Patientinnen bzw. Patienten / Klientinnen bzw. Klienten auszubilden, wenn auch mit größerer Verantwortung, komplexeren Anforderungen und Leitungsaufgaben. Dennoch wirst du mit diesem Studium auch für Tätigkeiten qualifiziert, die nicht mehr pflegerisch / therapeutisch sind bzw. nicht mehr einen unmittelbaren Patientinnen bzw. Patienten- / Klientinnen bzw. -Klientenkontakt beinhalten.
Wofür das Studium aber nicht qualifiziert, sind klassische Verwaltungstätigkeiten im Gesundheitswesen. Für diese sind zu einem deutlich höheren Anteil betriebswirtschaftliche und juristische Kenntnisse erforderlich, wie sie beispielsweise im Bachelorstudiengang Gesundheitswirtschaft ermittelt werden.

Werde ich mit dem Abschluss mehr Geld verdienen als bisher?

Das ist möglich, wir können es dir als Hochschule aber nicht garantieren, da Gehälter entweder festgelegt sind oder zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern frei ausgehandelt werden. Bei einer entsprechenden Tätigkeit ist beispielsweise eine Eingruppierung in Entgeltgruppe 9b TVöD möglich. Prinzipiell ist es so, dass Einrichtungen mit einem Interesse an akademisch gebildeten Pflegefachkräften wissen, dass sie diese auch adäquat bezahlen müssen. Bei entsprechendem Interesse finden die Einrichtungen in aller Regel auch Möglichkeiten der adäquaten Bezahlung. Das fällt Einrichtungen in privater Trägerschaft leichter als solchen in öffentlicher oder kirchlicher Trägerschaft, die vorgegebene Tarifsysteme haben. Möglichkeiten einer adäquaten Bezahlung gibt es aber auch dort.

Kann ich den Studiengang auch berufsbegleitend, in Teilzeit oder als Fernstudium studieren?

Du kannst das Studium ausschließlich als Präsenzstudiengang in Vollzeit studieren. 

Wie sieht mein Stundenplan aus? Wann habe ich Vorlesungen?

Das ändert sich von Semester zu Semester. Etwa ein bis zwei Monate vor Studienbeginn wird der Stundenplan festgelegt und kann von dir eingesehen werden, sobald du dich erfolgreich für den Studiengang beworben und immatrikuliert hast. Da es sich bei dem Studium um ein Vollzeitstudium handelt, musst du prinzipiell mit Lehrveranstaltungen an allen Werktagen der Woche rechnen, auch wenn es manchmal einen freien Tag geben kann. Im Einzelfall hast du auch mal ein Blockseminar am Wochenende (und dafür mehr Freizeit unter der Woche).

Die Semester sind in sich überwiegend so strukturiert, dass es einen Vorlesungsblock gibt, gefolgt von mehreren Wochen Praxiseinsatz, Vorlesungszeit, Praxiseinsatz und vorlesungs-/praxisfreier Zeit. Vgl. Studiumsverlaufsplan.

 

Gibt es für die Lehrveranstaltungen eine Anwesenheitspflicht?

Lediglich die praktischen Stunden im Simulationsraum sind mit Anwesenheitspflicht, da diese auf die Praxisstunden anteilig angerechnet werden. Die theoretischen Lehrveranstaltungen sind ohne Anwesenheitspflicht, es ist jedoch dringend zu empfehlen, die Lehrveranstaltungen zu besuchen. Zum einen leben die Lehrveranstaltungen – und damit auch dein Lernerfolg – vom unmittelbaren Austausch der Studierenden untereinander bzw. zwischen Studierenden und Lehrenden. Zum anderen gibt es erfahrungsgemäß einen zumindest losen Zusammenhang zwischen Studienerfolg und Anwesenheit. Sprich: Diejenigen, die die Prüfungen nicht oder nur mit schlechten Noten bestehen, sind häufig auch diejenigen, die zuvor nur selten an den entsprechenden Lehrveranstaltungen teilgenommen hatten.

Von wann bis wann geht jeweils das Semester und habe ich während der Semesterferien irgendwelche Verpflichtungen?

Die Semesterzeiten kannst du unter Termine einsehen. Die Praxisphasen nehmen jeweils einen Teil der Semesterferien in Anspruch.

Ist das Studium sehr theoretisch oder sammle ich auch Praxiserfahrung?

Das Studium besteht nicht nur aus theoretischem Input. Vom ersten bis zum letzten Semester hast du immer wieder sehr praktische Fertigkeiten- und Simulationstrainings in einem realitätsnahen, aber risikofreiem Umfeld – dem sogenannten SkillsLab. Dies ist ein Simulationsbereich, der dich optimal auf den Pflegealltag vorbereitet. Und bereits im ersten Semester bist du fünf Wochen im Pflegeteam eines Pflegeheimes oder Krankenhauses tätig. Wenn du dir jetzt Gedanken machst, ob du nach einem theoretischen Semester Studium schon bereit für die Pflege in „real life“ bist – berechtigt. Der Pflegealltag ist herausfordernd. Dennoch kannst du sorgenfrei in die Praxiseinheit starten, da die Konzeption des Studiengangs es vorsieht, die Studierenden gut vorbereitet bzw. begleitet in die Praxis zu schicken. In der Praxiseinrichtung steht dir eine Praxisanleiterin oder ein Praxisanleiter zur Seite, welche/r dich schrittweise an die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann heranführt. Aber auch seitens der Hochschule wird in Form einer Praxisbegleitung Unterstützung geboten. Diese besuchen mindestens einmal pro Semester die Einrichtung.

Wann finden die Praxisphasen statt und wie lange sind diese pro Semester?

Die Praxisphasen finden in den ersten beiden Semestern jeweils am Ende der Vorlesungszeit und nach der Prüfungszeit statt. Ab dem dritten Semester wechseln die Phasen der Lehrveranstaltungen und SkillsLab Trainings mit den Praxisphasen ab.

Die Praxisphasen dauern i.d.R. 5 Wochen (166 Std.). Am Ende deines Studiums solltest du mindestens 2300 Praxisstunden (inklusive der Trainings im SkillsLab) erreicht haben. Ausgebildete Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter in den kooperierenden Einrichtungen begleiten dich, unterstützen deinen Lernfortschritt und überprüfen regelmäßig deine Fähig- und Fertigkeiten.

Wo finden die Praxisphasen statt?

Die Praxisphasen durchläufst du in kooperierenden Krankenhäusern, Seniorenheimen und ambulanten Pflegediensten. Kooperationspartner unserer Hochschule sind u.a. die drei großen Klinikverbünde im Allgäu (Kaufbeuren, Kempten, Memmingen) sowie Einrichtungen der Langzeitpflege und ambulanten Pflege. Du kannst mehrere Praxiseinsätze in derselben Einrichtung absolvieren, wenn diese verschiedene Fachrichtungen und Einsatzmöglichkeiten bietet. Wenn du dir aber gern immer wieder etwas Neues ansehen und ausprobieren möchtest, ist das möglich. Du bist an keine feste Einrichtung gebunden. So siehst du viele unterschiedliche Bereiche, Einrichtungen und kannst ein sehr umfangreiches Bild der pflegefachlichen Aufgaben bekommen.

Verdient man in den Praxisphasen Geld?

Der Freistaat Bayern hat ein Stipendienprogramm für Pflegestudierende. Dieses steht allen offen, die bereits in Vollzeit einen primärqualifizierenden Pflegestudiengang an einer bayerischen Hochschule oder Universität aufgenommen haben. Das Stipendium kann von jeder/jedem Studierenden beim Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) beantragt werden und unterliegt dabei keiner Bedürftigkeitsprüfung oder Altersgrenze. Somit können alle primärqualifizierenden Pflegestudierenden ab dem zweiten Semester eine monatliche Vergütung i.H.v. 600,00 € erhalten. Die entsprechenden Formulare werden auf der Homepage des LfP zur Verfügung gestellt. Das Stipendium kann für bis zu drei Jahre gewährt werden. Weitere Informationen und Unterstützung bei der Beantragung erhältst du von der Fachstudienberatung unter pflege(at)hs-kempten.de.

Kann ich ein Auslandssemester machen?

Ja, das geht – am besten im 6. Semester. Außerdem wird dir im 6. Semester die Möglichkeit geboten, in einer Einrichtung im Ausland 5 Wochen lang Praxiserfahrung zu sammeln. Das Zielland kannst du hier frei wählen.

Finden auch Vorlesungen auf Englisch statt? Wenn ja, wie viele und muss ich auch Prüfungen auf Englisch schreiben?

Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Im Einzelfall kann eine Lehrveranstaltung auch auf Englisch angeboten werden, die dann auch in englischer Sprache geprüft wird. Dies muss dir aber keine Sorgen bereiten. Zum einen kommt dies wirklich nur im seltenen Ausnahmefall vor und bislang v.a. im Wahlbereich. Zum anderen ist dein Schulenglisch, selbst wenn es schon länger zurückliegt, hierfür völlig ausreichend.

Zusätzlich wird im 5. Semester das Modul „Fachenglisch“ gelehrt. Ergänzend kannst du Veranstaltungen vom Sprachenzentrum besuchen. Dort gibt es Seminare zum Üben von Präsentationen, Dialogen oder Unterstützung beim Schreiben in Englisch.

Was kostet das Studium?

Der Studiengang ist gebührenfrei. Es entstehen lediglich die üblicherweise mit einem Studium verbundenen Kosten wie z.B. Semesterbeitrag und in sehr geringen Maß Kopierkosten, Anschaffung von Literatur. Hinzu kommen ggf. (ebenfalls geringe) Kosten für Exkursionen, den größten Teil hierfür trägt aber die Hochschule.