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07.07.2026

Größer denken!

Fakultät Soziales und Gesundheit reist in die „Herzkammern“ Europas

Eine Gruppe Menschen steht um eine Skulptur in Form des Wortes Europa herum.

In vier Tagen und mit 1.500 Kilometern Busfahrt hat eine Gruppe der Fakultät Soziales und Gesundheit im Juni die Europäische Union und ihr Umfeld erforscht. 23 Studierende aus vier Studiengängen sowie die Lehrenden Prof. Dr. Cornela Jensen, Prof. Dr. Claus Loos und Prof Dr. Thomas Schmid reisten mit Straßburg, Brüssel und Luxemburg in die „Herzkammern“ der EU und sammelten dabei Eindrücke, die bei allen lange nachwirken werden. 

In Straßburg, zu Beginn einer dort stattfindenden Sitzungswoche, kam es zu einem Austausch mit dem Europaabgeordneten Fabio De Masi, der u.a. über seine Aufklärungsbemühungen im Wirecard-Skandal berichtete. In Brüssel war so viel Interessantes geboten, dass man fast kurzatmig wurde: Die Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union, untergebracht im Institut Pasteur du Brabant strahlte unter weiß-blauem Himmel. Die U.S. Mission to the European Union wartete mit Norman Thatcher Scharpf auf, dem Deputy Chief of Mission. Mit diplomatischen Floskeln hielt er sich aber nicht lange auf, sondern stieg steil mit der These ein, die Aufgabe der Mission sei es, Europa zu helfen, zu alter Stärke zurückzufinden. Der Staat investiere seine Mittel besser in Landesverteidigung als in Sozialleistungen … Bei der European Public Service Union lernte die Gruppe, dass dort auch die Gewerkschaft Zentralverband Deutscher Schornsteigfeger Mitglied sei, weil die EPSU sogar dieser Zunft Glück bringe. Anderntags präsentierte sich die Europäische Kommission im Charlemagne-Gebäude und damit nur einen Steinwurf vom ikonischen Berlaymont entfernt. Besonders anschaulich wurde es, als Federico Porra aus Italien und Bettina Nardelli aus Malta schilderten, wie die Kommission die Regionen Europas bei der notwendigen Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels unterstützt. Peter Verhaeghe wärmte die Herzen durch seinen Vortrag über die Arbeit von Caritas Europa. In Luxemburg schließlich begleitete Dr. Jensen die Gruppe bei einem Rollenspiel des Europäischen Parlaments, während Dr. Loos und Dr. Schmid als Einzelpersonen Einlass beim Europäischen Gerichtshof erhielten, um bei einer mündlichen Verhandlung zuzuhören (und zuzuschauen!), in der es um die Rechtmäßigkeit der von der Europäischen Zentralbank angeordneten Zwangsverwaltung der italienischen Banca Carige ging.

All das in den Worten der engagierten Studentin Fatemeh Eslami zusammengefasst: „Die Reise hat mir nicht nur fachlich viel gebracht, sondern auch meinen Blick erweitert. Ich hatte das Gefühl, dass man durch solche Erfahrungen größer denken und sich auch größere berufliche und persönliche Ziele vorstellen kann.“

Bildnachweis: Hochschule Kempten (2), U.S. Mission to the European Union

 

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