Rohde & Schwarz übergibt Signal- und Spektrumanalysator im Wert von 167.000 Euro
Die Hochschule hat im R&S-Labor für Nachrichten- und Sensortechnik ein hochmodernes Messgerät des Technologieunternehmens Rohde & Schwarz offiziell in Empfang genommen. Der Signal- und Spektrumanalysator vom Typ R&S FSV3030 hat einen Wert von rund 167.000 Euro und wird künftig in Lehre und Forschung eingesetzt. Das Gerät wurde vom Rohde & Schwarz-Konzern aus München im Rahmen eines Sponsorings zur Verfügung gestellt.
Bei der Übergabe waren neben Laborleiter Prof. Dr. Tim Poguntke auch Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Hauke sowie Prof. Dr. Frank Niemeier, Dekan der Fakultät Elektrotechnik, anwesend. Rohde & Schwarz wurde vertreten durch Michael Dill, Werkleiter und Geschäftsführer am Standort Memmingen, Katja Schmidt, Assistenz der Geschäftsführung sowie Georg Berwanger, Vertriebsleiter und Marvin Waniek, Sales Engineer beide vom Standort München.
Modernste Messtechnik für Lehre und Forschung
Der R&S FSV3030 ist ein Signal- und Spektrumanalysator, also ein Messgerät zur Untersuchung hochfrequenter elektrischer Signale. Mit ihm lassen sich insbesondere Funksignale präzise erfassen, analysieren und darstellen. So wird sichtbar, welche Frequenzen in Signalen vorhanden sind und welche Eigen-schaften sie besitzen. Das ist eine wichtige Grundlage für das Verständnis und die Weiterentwicklung moderner drahtloser Technologien wie 5G, WLAN und Bluetooth sowie von Radarsensoren für die Umfelderfassung.
Im R&S-Labor für Nachrichten- und Sensortechnik wird das Gerät künftig in fortgeschrittenen Praktika sowie für Demonstrationen und Messaufgaben eingesetzt. Studierende lernen so den Umgang mit moderner Messtechnik und gewinnen ein praxisnahes Verständnis für reale Kommunikations- und Radarsignale, insbesondere in den Modulen Digitale Übertragungstechnik und Nachrichtennetze sowie Hochfrequente Systeme und Sensoren.
„Das Sponsoring von Rohde & Schwarz unterstützt uns dabei, theoretische Inhalte aus der Kommunikations- und Hochfrequenztechnik praxisnah und anschaulich zu vermitteln“, erklärt Prof. Dr. Tim Poguntke.
Auch für die Forschung eröffnet das Gerät neue Möglichkeiten: Es erlaubt präzise Analysen breitbandiger Signale und Hochfrequenzsysteme bis 30 GHz und wird zudem in studentischen Projekten und Abschlussarbeiten eingesetzt.
Starke Partnerschaft zwischen Hochschule und Industrie
Die Kooperation mit Rohde & Schwarz baut auf einer langjährigen Verbindung zwischen Hochschule und Unternehmen auf. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie weiter zu intensivieren und Studierenden frühzeitig Einblicke in praxisrelevante Technologien zu ermöglichen. Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Hauke betont die Bedeutung solcher Partnerschaften: „Die Zusammenarbeit mit einem starken Unternehmen ist für uns eine echte Win-win-Situation. Unsere Studierenden lernen an modernster Technik und werden so optimal auf die berufliche Praxis vorbereitet. Gleichzeitig können wir Fachkräfte noch gezielter und auf aktuelle Anforderungen hin ausbilden.“
Gerade vor dem Hintergrund begrenzter öffentlicher Mittel gewinnen Kooperationen dieser Art zusätzlich an Bedeutung. Sie ermöglichen es der Hochschule, ihren Studierenden eine Ausbildung auf aktuellem technologischen Niveau zu bieten und ihre Attraktivität als praxisorientierte Bildungseinrichtung weiter zu stärken. Mit der Geräteübergabe setzt die Hochschule Kempten ein weiteres Zeichen für eine praxisnahe, zukunftsorientierte Ingenieurausbildung und stärkt zugleich ihre Forschungsinfrastruktur im Bereich moderner Kommunikationstechnologien.
Foto: Übergabe des Rohde & Schwarz Signal- und Spektrumanalysators. V. l. n. r. Georg Berwanger, R+S-Vertriebsleiter, Marvin Waniek R+S-Sales Engineer, Michael Dill, Werkleiter und Geschäftsführer R+ S Memmingen, Prof. Dr. Frank Niemeier, Dekan der Fakultät Elektrotechnik, Prof. Dr. Wolfgang Hauke, Hochschulpräsident und Prof. Dr. Tim Poguntke, Laborleiter R&S-Labor für Nachrichten- und Sensortechnik an der Hochschule Kempten. Bildnachweis: Hochschule Kempten/Sybille Adamer