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15.07.2026

Netzwerktreffen Industrie 4.0: Agentic AI

Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Wirtschaftsförderung und Forschung kamen am 14. Juli im Kornhaus Kempten zum Netzwerktreffen des Instituts für Produktion und Informatik (IPI) zusammen. Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema „Agentic AI in der Digitalen Produktion“.

Begrüßung der Institutsleitungen Frieder Heieck und Bernd Lüdemann-Ravit Foto: IPI Sonthofen / HS Kempten

Nach der persönlichen Begrüßung durch die Institutsleiter Prof. Frieder Heieck und Prof. Bernd Lüdemann-Ravit eröffnete ein von ChatGPT verfasster und vorgelesener Begrüßungstext das Event und griff somit direkt das Thema der Veranstaltung auf. 

Den fachlichen Auftakt gestalteten Tim A. Bohlen, Geschäftsführer, Autor und Keynote Speaker bei Relational.ONE, sowie Daniel Sachser, KI-Berater und Geschäftsführer der Dainly GmbH, mit ihrem gemeinsamen Vortrag „Relationale Intelligenz – Bessere Ergebnisse in der Zusammenarbeit von Mensch, System und KI“.
Im ersten Teil stellte Tim Bohlen das Konzept der Relationalen Intelligenz vor und ordnete die Entwicklung Künstlicher Intelligenz in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein. Seine zentrale These: KI sei nicht lediglich ein Werkzeug, sondern ein „Deutungshersteller“, der aktiv an der Entstehung von Bedeutung mitwirke. Darüber hinaus zeigte er auf, welche Verantwortung mit dem Einsatz von KI verbunden ist und wie diese verantwortungsvoll genutzt werden kann.
Anschließend veranschaulichte Daniel Sachser, wie relationale KI in der Praxis eingesetzt wird: Anhand des Zusammenspiels mehrerer KI-Agenten zeigte er, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Mensch, System und KI verbessern lässt. Dabei betonte auch er, dass der Mensch bei der Entwicklung und Nutzung solcher Systeme stets im Mittelpunkt stehen müsse.

Den Abschluss des Vortragsprogramms bildeten Andre Sus, I4.0-Koordinator im Consulting Team, und Patrick Groß, Softwareentwickler für Data Analytics & AI in Manufacturing, beide von der Robert Bosch GmbH. Unter dem Titel „Industrie 4.0 x Agentic AI @ Bosch im Allgäu“ gaben sie Einblicke in die Digitalisierung am Bosch-Standort Blaichach. Anhand von mehr als zehn Jahren Industrie-4.0-Erfahrung zeigten sie die Entwicklung von ersten Digitalisierungsinitiativen über den Aufbau von Datenplattformen bis hin zu heutigen KI-Anwendungen. Aktuelle Entwicklungen rund um Agentic AI wurden anhand konkreter Beispiele aus Produktion und Wissensmanagement veranschaulicht, darunter die bei Bosch entwickelten Anwendungen Ask MAP und Co-Engineer.

Die Teilnehmenden nutzten im Anschluss die Gelegenheit, sich vertiefend über die vorgestellten aktuellen Entwicklungen, Anwendungsfelder und den praktischen Einsatz agentenbasierter KI-Systeme in der Industrie auszutauschen.

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