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14.10.2026

Wissenschaftsministerium zu Gast

Lehre und Forschung hautnah

Prof. Dr. Manuel Giuliani demonstriert einer Delegation des Bayerischen Wissenschaftsministeriums im Care and Mobile Robots Lab der Hochschule Kempten einen mobilen Kommunikationsroboter mit Bildschirmgesicht. Die Gäste stehen im Halbkreis um den Roboter und verfolgen die Vorführung. Im Vordergrund ist ein weiterer kleiner Roboter auf einer Teststrecke zu sehen. Die Aufnahme zeigt den Besuch der für Hochschulen für angewandte Wissenschaften zuständigen Abteilung des Ministeriums und gibt Einblicke in die Forschung zu Assistenzrobotik und mobilen Robotersystemen.

Von moderner Hochschullehre über Robotik bis zur Glockenforschung: 20 Mitarbeitende des Bayerischen Wissenschaftsministeriums erhielten spannende Einblicke in die Vielfalt der Hochschule Kempten.

Wie können Roboter Pflegekräfte unterstützen? Wie erkennt künstliche Intelligenz Menschen aus der Luft? Und wie sieht die Hochschullehre von morgen aus? Antworten auf diese Fragen gab es vor Kurzem beim Besuch der für Hochschulen für angewandte Wissenschaften zuständigen Abteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die 20 Gäste, darunter Abteilungsleiter Dr. Tobias Haaf und sein Stellvertreter, Ministerialrat Uwe Rappenglitz, wurden von Hochschulpräsident Prof. Dr. Wolfgang Hauke begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung der Hochschule ging es auf einen Rundgang durch Labore und Einrichtungen. Dabei konnten die Gäste nicht nur Forschung und Lehre kennenlernen, sondern auch selbst aktiv werden.

Hochschullehre weiterdenken
Eine der ersten Stationen war der 2025 eingeweihte Modulbau, der aus Mitteln der Hightech Agenda Bayern finanziert wurde. Dort zeigte das ZHK - Zentrum für Hochschuldidaktik Kempten in seinem flexibel gestalteten LehrLernLab, wie innovative Lehr- und Lernkonzepte in der Praxis aussehen können. Neben Einblicken in die Lehr- und Lernforschung, insbesondere das Projekt Katalyst, stand die strategische Weiterentwicklung der Hochschullehre im Mittelpunkt. Prof. Dr. Dirk Jacob, Vizepräsident für Lehre und Weiterbildung, stellte dazu das derzeit entstehende Leitbild Lehren und Lernen vor.

Roboter ausprobieren, KI erleben
Ebenfalls im Modulbau besuchten die Gäste das Care and Mobile Robots Lab. Dort lernten sie unter anderem Assistenzroboter für die Pflege, Kommunikationsroboter für ältere Menschen und mobile Roboter für den Einsatz in Handel und Industrie kennen. Anschließend konnten sie die Roboter selbst ausprobieren.

Wie Maschinen ihre Umgebung erkennen, zeigte das IMS - Institut für Maschinelles Sehen. Die Gäste erlebten, wie sich Gussteile anhand individueller Merkmale automatisch identifizieren lassen und wie künstliche Intelligenz Personen in Wärmebildern einer Drohnenkamera erkennt. Die Forschungsanwendungen wurden live demonstriert.

Glocken erhalten, Gründungsideen fördern
Wie lassen sich historische Glocken vor Schäden schützen und ihr Klang verbessern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Europäische Kompetenzzentrum für Glocken ECC-ProBell®. Seine Forschung trägt dazu bei, Glocken als wertvolles Kulturgut langfristig zu erhalten. Zum Abschluss gab das StartUp Center Einblicke, wie die Hochschule innovative Ideen auf dem Weg zur Unternehmensgründung unterstützt.

Neben den fachlichen Einblicken blieb viel Raum für den persönlichen Austausch mit Lehrenden und Forschenden. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert und äußerten sich durchweg positiv über den Besuch. Besonders die Einblicke in die moderne Hochschullehre und die Lehr- und Lernforschung stießen bei Abteilungsleiter Dr. Haaf auf großes Interesse.

Foto: Prof. Dr. Manuel Giuliani demonstriert einer Delegation des Bayerischen Wissenschaftsministeriums im Care and Mobile Robots Lab der Hochschule Kempten einen mobilen Kommunikationsroboter mit Bildschirmgesicht. Bildnachweis: Hochschule Kempten/Jens Kerick

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