Alumni-Portrait | Sven Gerstlauer
Mit Betriebswirtschaft in die Projektentwicklung für Windparks

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Wenn aus einer freien Fläche Schritt für Schritt ein Windpark entsteht, ist Sven Gerstlauer oft von Anfang an dabei.

Studiengang
Betriebswirtschaft
Abschluss
Bachelor, 2019
Aktueller Job
Projektentwickler
Firma
Alterric Deutschland GmbH

Von der Hochschule Kempten in die Projektentwicklung

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Nach seinem Bachelorstudium Betriebswirtschaft an der Hochschule Kempten arbeitet Sven Gerstlauer heute als Projektentwickler bei der Alterric Deutschland GmbH. Sein Arbeitsfeld: die Entwicklung von Windparks.

Dabei begleitet er Windenergieprojekte von der ersten Idee bis zur späteren Umsetzung. Aus potenziellen Flächen entstehen Schritt für Schritt genehmigungsfähige und später baubare Projekte. Seine Arbeit verbindet wirtschaftliche, technische, rechtliche, ökologische und kommunikative Fragestellungen.

„Am Ende geht es darum, Projekte zu realisieren, die einen konkreten Beitrag zur Energiewende leisten“, beschreibt er seine Motivation. Gerade diese Verbindung aus Projektarbeit und gesellschaftlicher Relevanz macht seinen Beruf für ihn besonders sinnstiftend.

Warum dieses Studium an der Hochschule Kempten?

Das Studium Betriebswirtschaft an der Hochschule Kempten legte für Sven Gerstlauer die Grundlage für seinen späteren Berufsweg. Besonders wichtig war für ihn die breite betriebswirtschaftliche Ausbildung und die Verbindung von Theorie und Praxis.

Viele Inhalte hatten einen direkten Bezug zu realen Unternehmen, Projekten und wirtschaftlichen Entscheidungen. Gleichzeitig bot das Studium Raum, unterschiedliche Interessen zu entwickeln und eigene Perspektiven zu finden.

Auch an die Atmosphäre in Kempten erinnert er sich gerne zurück. Die Hochschule sei persönlich und überschaubar gewesen, ohne anonym zu wirken. Gemeinsame Projekte, Gruppenarbeiten und der Austausch mit anderen Studierenden prägten seine Studienzeit ebenso wie das Leben im Allgäu.

Rückblickend beschreibt er das Studium auch als wichtige Orientierungsphase. Damals wusste er noch nicht genau, in welchem Bereich er später arbeiten würde. Entscheidend sei gewesen, analytisches Denken zu lernen und sich in neue Themen einarbeiten zu können.

Der berufliche Weg nach dem Studium

Nach dem Bachelorstudium Betriebswirtschaft entschied sich Sven Gerstlauer zunächst für einen Master in Humangeographie – Global Studies an der Universität Tübingen. Dort beschäftigte er sich intensiv mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen, Nachhaltigkeit, Energiewende und räumlichen Entwicklungen.

Heute verbindet er genau diese Perspektiven in seinem Beruf als Projektentwickler für Windparks. Seine Arbeit umfasst die Bewertung geeigneter Flächen, die Koordination von Gutachten und Planungen sowie die Abstimmung mit Behörden, Gemeinden, Eigentümerinnen und Eigentümern, Netzbetreibern und vielen weiteren Beteiligten.

Kein Projekt sei dabei wie das andere. Unterschiedliche Standorte bringen jeweils eigene Herausforderungen mit sich — etwa beim Naturschutz, bei Genehmigungen, beim Netzanschluss oder in der kommunalen Abstimmung.

Ein großer Teil seiner Arbeit besteht darin, komplexe Themen zusammenzuführen und Projekte strukturiert durch die verschiedenen Phasen zu steuern. Gleichzeitig spielt Kommunikation eine zentrale Rolle. Windenergieprojekte betreffen viele Interessen und benötigen transparente Abstimmung sowie Verständnis für unterschiedliche Perspektiven.

Was aus dem Studium heute besonders hilft

Aus dem Studium Betriebswirtschaft an der Hochschule Kempten helfen Sven Gerstlauer heute vor allem analytisches und wirtschaftliches Denken. In der Projektentwicklung müssen Investitionen, Risiken, Zeitpläne und Wirtschaftlichkeit ganzheitlich betrachtet werden.

Ebenso wichtig sind Fähigkeiten wie Projektmanagement, Organisation, Präsentation und Verhandlung. Gerade weil viele Beteiligte zusammenarbeiten, müssen komplexe Inhalte verständlich aufbereitet und Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert werden.

Die spätere Kombination mit dem Masterstudium in Humangeographie ergänzt diese wirtschaftliche Perspektive um gesellschaftliche und räumliche Fragestellungen. Für die Arbeit in der Windenergie sei genau diese Verbindung besonders wertvoll. 

Persönliche Erinnerung oder prägender Moment

Besonders gerne erinnert sich Sven Gerstlauer an die persönliche Atmosphäre an der Hochschule Kempten. Der Campus, gemeinsame Projekte und der Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen hätten das Studium geprägt.

Auch das Allgäu verbindet er eng mit seiner Studienzeit. Die Kombination aus Studium, persönlichem Umfeld und Lebensqualität habe die Zeit in Kempten besonders gemacht.

Sein wichtigster Rat an heutige Studierende

 Nicht zu früh versuchen, den perfekten Karriereplan festzulegen.

 

 

 

 

Viele berufliche Wege entstehen erst durch unterschiedliche Erfahrungen und Interessen. Gerade interdisziplinäres Denken könne später ein großer Vorteil sein — besonders bei Zukunftsthemen wie Energiewende, nachhaltiger Infrastruktur oder Klimaschutz.

Außerdem empfiehlt er, sich nicht nur an klassischen Karrierepfaden zu orientieren, sondern auch darauf zu achten, ob die eigene Arbeit zu den persönlichen Werten passt.

Abschlussfrage: Was kann man mit einem Betriebswirtschaftsstudium erreichen?

Das Studium Betriebswirtschaft an der Hochschule Kempten kann den Einstieg in sehr unterschiedliche Branchen und Aufgabenfelder ermöglichen. Die Laufbahn von Sven Gerstlauer zeigt, wie betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit Nachhaltigkeit, Infrastruktur und Energiewende verbunden werden können. Heute arbeitet er als Projektentwickler bei der Alterric Deutschland GmbH und begleitet Windenergieprojekte von der Flächenprüfung bis zur Genehmigung und Umsetzung. Dabei spielen wirtschaftliche Bewertungen, Projektmanagement, Kommunikation und Koordination eine zentrale Rolle. Die Alumni-Story macht deutlich, dass ein Studium Betriebswirtschaft nicht nur klassische Unternehmensbereiche vorbereitet, sondern auch Tätigkeiten in gesellschaftlich relevanten Zukunftsfeldern ermöglichen kann.

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