Uemit Beydemir: Von der Elektrotechnik in Kempten zur Automatisierung bei Bosch

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Uemit Beydemir studierte Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Kempten und schloss sein Bachelorstudium 2013 ab. Heute arbeitet er als Gruppenleiter im technischen 3rd-Level-Support und in der Instandhaltungsplanung bei Robert Bosch LLC in Florence, Kentucky. Sein Berufsalltag verbindet Automatisierungstechnik, Robotik und Fehlersuche mit Teamführung und der Weiterentwicklung industrieller Produktionsanlagen.

Studiengang
Elektro- und Informationstechnik
Abschluss
Bachelor of Engineering, 2013
Aktueller Job
Gruppenleiter im technischen 3rd-Level-Support und Instandhaltungsplanung
Firma
Robert Bosch LLC

Vom Allgäu in die USA

Wie würdest du jemandem deinen Beruf erklären?
Ich arbeite in der Automobilindustrie in einem stark automatisierten Produktionsumfeld. Gemeinsam mit meinem Team sorge ich dafür, dass Maschinen, Anlagen und Produktionslinien zuverlässig laufen.
Dabei geht es um Automatisierungstechnik, Steuerungen, Robotik, Fehlersuche und Instandhaltung. Wenn technische Störungen auftreten oder Probleme wiederholt vorkommen, analysieren wir die Ursachen und arbeiten an nachhaltigen Lösungen. Ziel ist es, die Produktion stabil zu halten und die Anlagen Schritt für Schritt zu verbessern.

Hier geht´s zum LinkedIn-Profil: Uemit Beydemir

 

Was sind deine wichtigsten Aufgaben im Job?

Zu meinen wichtigsten Aufgaben gehören die Führung und Weiterentwicklung eines technischen Teams sowie die Unterstützung bei technischen Eskalationen und der Instandhaltungsplanung. Ich arbeite eng mit Produktion, Engineering und Instandhaltung zusammen, um technische Probleme zu lösen und Abläufe zu verbessern.
In meinem Alltag beschäftige ich mich unter anderem mit SPS-Steuerungen, HMI-Systemen, Robotik, industriellen Netzwerken, Störungsanalysen und vorbeugender Instandhaltung. Dazu kommen Retrofit-Projekte, Cobot-Anwendungen sowie die Entwicklung und Einführung von Predictive-Maintenance- und Condition-Monitoring-Systemen.
Ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Planung von Ressourcen, die Unterstützung von Schichtstrukturen, der Aufbau technischer Standards und die Weitergabe von Wissen im Team. Außerdem begleite ich Mitarbeitende dabei, sich fachlich weiterzuentwickeln.

Welche Fähigkeiten aus deinem Studium helfen dir heute besonders?

Besonders hilfreich sind für mich die Grundlagen aus Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie elektrischen Antrieben. Diese Themen helfen mir heute dabei, technische Zusammenhänge in Maschinen und Anlagen besser zu verstehen.
Auch das strukturierte und analytische Denken aus dem Studium ist sehr wertvoll. Im Berufsalltag muss man häufig Probleme eingrenzen, Ursachen finden und daraus praktische Lösungen ableiten. Genau diese Verbindung aus Theorie und Praxis nutze ich bis heute.

Woran erinnerst du dich besonders gerne aus deinem Studium?

Ich erinnere mich besonders gerne an die praxisnahe Ausbildung an der Hochschule Kempten. Die Mischung aus Theorie, Laboren, Projekten und technischer Anwendung hat mir geholfen, Elektrotechnik und Automatisierung besser zu verstehen.
Für mich war das Studium ein wichtiger Schritt von meiner Ausbildung als Elektroinstallateur in Richtung Engineering, Automatisierungstechnik und später auch Führung.
Besonders wertvoll ist für mich, dass mir das Studium auch international Türen geöffnet hat – bis hin zu meiner heutigen Tätigkeit bei Bosch in den USA.

Welchen Tipp würdest du heutigen Studierenden geben?

"Mein Tipp ist, das Studium früh mit praktischer Erfahrung zu verbinden." 

Praktika, Werkstudententätigkeiten, Abschlussarbeiten in Unternehmen oder eigene technische Projekte können später sehr hilfreich sein.
Man muss nicht von Anfang an alles perfekt können. Wichtig ist, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und sich auch in schwierige Themen einzuarbeiten. Gerade in technischen Berufen lernt man sehr viel durch praktische Erfahrung, Fehlersuche und Zusammenarbeit im Team.
Außerdem würde ich empfehlen, neben dem Fachwissen auch Kommunikation, Teamarbeit und Englisch ernst zu nehmen. Viele technische Themen entstehen heute nicht allein am Schreibtisch, sondern gemeinsam mit anderen Fachbereichen und oft auch international.

Wie geht es für dich weiter?

Du interessierst dich für Elektro- und Informationstechnik, möchtest verschiedene berufliche Möglichkeiten kennenlernen oder noch herausfinden, welches Studium zu dir passt? Dann kannst du hier weitermachen:

  1. Elektro- und Informationstechnik an der Hochschule Kempten studieren
  2. Herausfinden, welches Studium zu dir passt
  3. Elektrotechnik beim Schnupperstudium erleben