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Aktuelles

01.07.2022

Erster Bayerischer E-Health-Kongress in Augsburg

Hochschule , Forschung

Der erste Bayerische E-Health-Kongress, veranstaltet vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) fand diese Woche als Hybridveranstaltung in Augsburg statt.

​​​​​​​Staatsminister Klaus Holetschek mit Frau Prof. Dr. Friedrich auf dem ersten Bayerischen E-Health-Kongress in Augsburg. (Bildnachweis: HS Kempten/Sophia Yagci)

Unter dem Motto „ePA, DiGAs, DiPAs – und jetzt? Digitale Vernetzung und Datennutzung in Gesundheit und Pflege“ wurde über die neuesten Entwicklungen im Bereich der digitalen Pflege informiert. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Ergebnisse und Erfahrungen.

Der E-Health-Kongress brachte rund 400 Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in Augsburg zusammen und wird künftig einmal im Jahr stattfinden. Viele Interessierte nutzten zudem das Angebot des Livestreams – die Inhalte sind auch nachträglich hier zu sehen.

Im Anschluss an die Begrüßung durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder folgten die einführenden Keynotes von Staatsminister Klaus Holetschek und der Parlamentarischen Staatssekretärin BMG Sabine Dittmar. Holetschek betonte: „Die Pandemie war ein Booster für die Digitalisierung. Sie hat uns gezeigt, dass wir bei diesem Megathema in Deutschland noch aufholen müssen, und wir haben die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Jetzt muss der Zug schnell Fahrt aufnehmen.“

Es gab parallele Fachvorträge und Raum für Diskussionen, unter anderem zum Mehrwert und dem aktuellen Stand der Telematikinfrastruktur (TI), zu den Projekten CARE REGIO und DeinHaus 4.0 sowie zu Digitalisierung und Datenmanagement im bayerischen Gesundheitswesen – und darüber hinaus auch bundes- und europaweit.

Zahlreiche Mitarbeitende des Projektes CARE REGIO fanden sich in Augsburg ein, um sich im Zeichen der Vernetzung mit Interessierten und Fachvertretern auszutauschen und deren Fragen zu beantworten. So hielt Prof. Dr. Petra Friedrich von der Hochschule Kempten am Nachmittag einen Vortrag über CARE REGIO, das Bayerisch Schwaben zur Leitregion für digitale Pflege machen soll. Dabei wurde der projektübergreifende Mehrwert des Projekts noch einmal deutlich – genauso wie die Notwendigkeit einer Bündelung von Kräften zugunsten einer breiteren Durchdringung der Pflege mit technischen Assistenzsystemen.

Neben Fragestellungen klinischer und ärztlicher Versorgung wurden auch wichtige Impulse hinsichtlich einer adäquaten und präventiven häuslichen Betreuung mithilfe technischer Assistenzsysteme adressiert. Durch einen aktiven Austausch könne verhindert werden, dass wir „das Rad in Bayern fünf Mal neu erfinden“, so Prof. Dr. Horst Kunhardt, der Projekt DeinHaus 4.0 an der TH Deggendorf betreibt. Durch gemeinsame Anstrengung solle ermöglicht werden, dass digitale Hilfsmittel in die Regelversorgung für häusliche Pflegebedürftige kommen, so dass man dem starken Wunsch nach Selbstbestimmtheit älterer Menschen auch zeitnah gerechter werden könne, wie Ministerialrat Andreas Ellmaier eindringlich forderte.

Klaus Holetschek betonte mit Blick auf die Veranstaltung: „Digitalisierung ist der Schlüssel zu einer zukunftsfesten und bürgernahen Gesundheitspolitik. Der E-Health-Kongress bringt nun erstmals Stakeholder aus allen Bereichen zusammen und schafft somit Raum für Austausch, Zusammenarbeit und Synergien. Bayern ist mit diesem Format Taktgeber beim Thema Digitalisierung.“

Weitere Informationen zu CARE REGIO

 

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