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13.09.2022

Summer School Kigali 2022

Studium

Fast zehntausend Kilometer trennen Kempten im Allgäu und die ruandische Hauptstadt Kigali – dass diese Distanz für gemeinsames Lernen, Arbeiten und Lehren nicht zu weit ist, hat die International Summer School on Entreperneurship auch in diesem Jahr erneut eindrucksvoll bewiesen.

Bereits zum zweiten Mal lud das Institut für Internationalisierung (ifi) im vergangenen Sommersemester Studierende der Hochschule Kempten und der Partnerhochschule „Université Libre de Kigali“ (ULK) dazu ein, an der Summer School teilzunehmen. Die Summer School rund um das Thema Gründungsmanagement und Unternehmertum richtet sich an Studierende, die sich ganz generell für diese Themen interessieren oder aber selbst bereits Pläne für eine spätere Unternehmensgründung haben. Ebenso angesprochen werden Studierende, die an einem intensiven interkulturellen Austausch Freude haben und daran interessiert sind, mit Teamkollegen aus einem völlig anderen Umfeld zusammenzuarbeiten.

Geboten wurde den teilnehmenden 24 Studierenden so einiges: Damit die Teilnehmer aus beiden Ländern möglichst schnell miteinander ins Gespräch kommen wurde am ersten Abend die bewährte virtuelle Plattform „Gathertown“ eingesetzt, die Kennenlerngespräche, Smalltalk und ungezwungenes Plaudern auch über die große Distanz hinweg ganz einfach möglich macht.
Der erste große inhaltliche Part startete am Tag darauf mit der Business Simulation „Micro Business Game“, die von der Deutschen Sparkassenstiftung für internationale Kooperation zur Verfügung gestellt wurde. Die Sparkassenstiftung ist als Partner regelmäßig an der Durchführung der Summer School beteiligt. Gleich zu Beginn versprach Trainerin Julia Peylo den Teilnehmern, dass sie dank dem Planspiel die Möglichkeit bekommen würden, direkt und ohne Umschweife ins Unternehmertum abtauchen zu können: „Wir laden Sie ein, zu denken, zu handeln, zu entscheiden und zu fühlen wie echte Unternehmer – und anders als in der Realität dürfen Sie gerne auch mal völlig risikofrei Fehler machen.“ Peylo, die sonst als Trainerin für die Sparkassenstiftung weltweit Planspiele durchführt, moderierte als Lehrbeauftragte für die Hochschule Kempten das Planspiel zusammen mit einem Co-Trainer der Partnerhochschule ULK.

Als fiktive Unternehmer durchliefen die Teilnehmer mehrere Geschäftsjahre, erstellten Preis- und Absatzkalkulationen sowie Marketingpläne, umfassende Finanzberichtserstattungen und vieles mehr. Umrahmt wurde das Planspiel von zahlreichen Vorlesungen von Dozenten beider Hochschulen zu vielfältigen Themen wie beispielsweise der Businessplan-Erstellung und Interkultureller Kommunikation.
Darauf folgte ein weiteres besonderes Highlight der Veranstaltung: Die beiden Unternehmenspartner der Summer School, Josera und Multivac, präsentierten den Studierenden echte Case Studies aus ihrem unternehmerischen Engagement auf dem afrikanischen Kontinent. In Teams durften die Studierenden dann die Cases bearbeiten, eine schriftliche Präsentation erstellen und diese abschließend vor einem Gremium aus Vertretern beider Hochschulen und beider Unternehmen präsentieren. Damit bot sich für die Studierenden eine hervorragende Möglichkeit, „echte“ Fragestellungen aus der Unternehmenswelt hautnah kennenzulernen während die Unternehmenspartner sich über unvoreingenommene Ideen und Lösungsansätze zu aktuellen Fragestellungen ihres Unternehmens freuen konnten.
Zum Abschluss der Summer School waren die Teilnehmer aufgefordert, bereits vorhandene eigene Geschäftsideen einzubringen, diese in Teams zu bearbeiten und anschließend einer Jury vorzustellen – die am besten gelungene Vorstellung wurde mit einem Entrepreneurship-Coaching durch einen Experten des StartUp Center der Hochschule Kempten belohnt.
Ob der eine oder andere teilnehmende Studierende in Zukunft als selbstständiger Unternehmer tätig sein wird soll die Zukunft zeigen; in jedem Fall können zukünftig alle Teilnehmer mit den erhaltenen Teilnahmezertifikaten auch bei sonstigen potentiellen Arbeitgebern glänzen.

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