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23.02.2026

Entwicklung von Verfahren für die optimierte Integrationsplanung von Produktionsanlagen

Das Projekt "EVOIP" zur Automatisierung und Optimierung der Integrationsplanung von Produktionsanlagen in der Automobilindustrie ist kürzlich am IPI gestartet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Verbundvorhaben der Hochschule Kempten über 2 Jahre mit rund 525.000 EUR.

Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts EVOIP werden Verfahren für die optimierte Integrationsplanung von Produktionsanlagen entwickelt. Foto: AdobeStock - 1463858537

Kann ein neues Produkt auf einer bestehenden Anlage gefertigt werden? Welche Änderungen an den Produktionsressourcen sind nötig? Kann eine gleichzeitige Produktion von verschiedenen Varianten oder Baureihen ermöglicht werden? Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Steigende Kosten stellen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vor große Herausforderungen. Ziel des Forschungsprojekts EVOIP ist es, diese Unternehmen bei der Integrationsplanung von Produktionsanlagen durch den Einsatz Digitaler Zwillinge, KI und mathematischer Optimierung zu unterstützen.

Entwickelt werden Digitale Zwillinge von Produkten und Produktionsanlagen, mit denen virtuell geprüft werden kann, ob neue Produkte auf bestehenden Anlagen gefertigt werden können und welche Anpassungen dafür notwendig sind. Umbauten, Neuprogrammierungen und Änderungen an Produktionsressourcen lassen sich so bereits vor der realen Umsetzung realistisch bewerten. „Der Kern des Projektes ist die Verknüpfung von Produkten und Anlagestrukturen mithilfe neu entwickelter Mapping-Algorithmen sowie der Einsatz mathematischer Optimierungsverfahren, unter anderem dem Mixed-Integer Linear Programming“, erläutert Projektleitung Prof. Bernd Lüdemann-Ravit vom IPI Sonthofen. Ergänzt wird das durch Methoden des Maschinellen Lernens. Dadurch wird eine optimale Zuordnung von Produktionsprozessen zu vorhandenen Ressourcen ermöglicht bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Kosten, Umbauaufwand und Anlagenauslastung.

Besonders profitieren von dem Projekt EVOIP kleine und mittelständische Unternehmen, um schneller auf Marktanforderungen zu reagieren, wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Produktionssysteme zukunftssicher zu machen. Zum Forschungskonsortium gehören neben dem IPI – Institut für Produktion und Informatik die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V.

Weitere Informationen: https://kefis.fza.hs-kempten.de/de/forschungsprojekt/813-evoip

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