Das öffentliche Förderprojekt „PrONergy – Produktionsoptimierung zur Flexibilisierung und Minimierung des Energieverbrauchs unter Einbeziehung erneuerbarer Energieträger“ verfolgt das Ziel, die industrielle Produktion energieeffizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Dafür entstehen wegweisende KI-basierte Lösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Fertigungsprozesse intelligent an Energieverfügbarkeit und Verbrauch anzupassen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Projekt für drei Jahre im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms.

Gemeinsam mit den industriellen Projektpartnern HAWE Hydraulik SE, Janitza electronics GmbH und Liebherr-Verzahntechnik GmbH, die reale industrielle Produktionsanlagen, Komponenten und Anwendungsfälle in das Projekt einbringen, entwickelt das Forschungsteam um Prof. Frieder Heieck (IPI Institut für Produktion und Informatik Sonthofen), Prof. Frank Schirmeier und Prof. Ulrich Göhner (IDF Institut für Datenoptimierte Fertigung Kaufbeuren/Kempten) eine autonom arbeitende, energieeffiziente Produktionsanlage. Die Firma Albrecht Elektrotechnik GmbH unterstützt das Projekt als Umsetzungspartner beim Aufbau eines industrienahen Hardware-Demonstrators.
Energieeffiziente Produktion mit PrONergy
In Zeiten der Energiewende steht die Industrie vor der Aufgabe, ihren Energieverbrauch und ihre Kosten zu senken, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Produktionssicherheit zu gewährleisten. PrONergy adressiert diese Anforderungen mithilfe von Künstlicher Intelligenz, reduziert damit den Energiebedarf der Anlagen und maximiert den Ertrag aus erneuerbaren Energien, beispielsweise aus Photovoltaikanlagen. Die entwickelten KI-Methoden werden sowohl an realen industriellen Produktionsanlagen der Projektpartner als auch an einer ergänzenden Demonstrator-Umgebung getestet. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur geplanten Transformation der Industrie in Deutschland und Europa.
Innovative Forschung für Unternehmen
Die im Projekt erforschten Technologien sollen Unternehmen künftig dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Flexibilität ihrer Fertigung zu erhöhen.
Zu den erwarteten Vorteilen des Projekts gehören eine deutliche Senkung von Energiekosten sowie die Vermeidung von Lastspitzen und -plateaus in industriellen Fertigungsumgebungen. Gleichzeitig schafft das Projekt eine höhere Transparenz der Energieflüsse in der Produktion, sodass Unternehmen ihren Verbrauch präziser analysieren und steuern können. Darüber hinaus ermöglichen die entwickelten Methoden eine flexiblere Steuerung von Fertigungsprozessen in Abhängigkeit von der Energieverfügbarkeit. Durch die Einbindung realer industrieller Produktionsanlagen der Projektpartner wird sichergestellt, dass die Forschungsergebnisse praxisnah entwickelt und unter realen Bedingungen validiert werden. Damit legt das Projekt einen wichtigen Grundstein für eine nachhaltige und wirtschaftliche Produktion der Zukunft.
Hardware-Demonstrator: Gemeinsame Arbeit mit der Firma Albrecht Elektrotechnik GmbH
Ergänzend zu den realen Produktionsanlagen der industriellen Projektpartner wird im Projekt ein industrienaher Hardware-Demonstrator gemeinsam mit der Firma Albrecht Elektrotechnik GmbH aufgebaut. Dieser Demonstrator ermöglicht es den Forschenden am Institut für Produktion und Informatik Sonthofen, die entwickelten KI-gestützten Verfahren unter realistischen Bedingungen zu testen und hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit weiterzuentwickeln.
Die Firma Albrecht ist ein zentraler Umsetzungspartner für den Aufbau des Hardware-Demonstrators. Als Spezialist für Automatisierungs- und Antriebstechnik übernimmt das regionale Unternehmen den Aufbau des Hardware-Demonstrators. Die spezifische Kompetenz des Unternehmens im Sondermaschinenbau ist entscheidend für die individuellen, nicht standardisierten Lösungen, die das Projekt benötigt. Zudem bringt Albrecht seine langjährige Erfahrung in der Integration industrieller Komponenten ein und unterstützt das Projekt sowohl bei der Inbetriebnahme als auch während der weiteren Forschungsarbeiten.
Mehr Infos zum Projekt: Forschungsprojekt „PrONergy“ an der Hochschule Kempten gestartet