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30.04.2026

Technik zum Anfassen begeistert 70 Teilnehmerinnen

Girls’Day 2026

In einem Techniklabor arbeitet eine Schülerin konzentriert an einer elektronischen Aufgabe und lötet mit einem Lötkolben ein Bauteil in einer Haltevorrichtung. Auf dem Tisch liegen weitere Werkzeuge und Geräte wie Lötstation, Kabel und Messinstrumente. Die Szene vermittelt praktisches Arbeiten und Einblicke in technische Ausbildung oder ein Mitmachangebot wie den Girls’ Day.

Am 23. April 2026 wurde die Hochschule Kempten wieder zum Erlebnisraum für Technik, Forschung und Innovation. Beim bundesweiten Girls’Day öffneten Labore, Werkstätten und Forschungsinstitute ihre Türen für Schülerinnen ab 13 Jahren. Rund 70 Teilnehmerinnen allein am Campus Kempten nutzten die Gelegenheit, technische Studiengänge praxisnah kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.

Mitmachen, ausprobieren, verstehen
Technik wurde an diesem Tag nicht erklärt, sondern erlebt. Die Teilnehmerinnen entwickelten eigene Projekte und tauchten direkt in die Praxis ein. Sie bauten beispielsweise eine Kamera und trainierten diese mit Künstlicher Intelligenz, programmierten Lego-Roboter oder gestalteten leuchtende Objekte mit 3D-Druck und Elektronik. In den Materiallaboren experimentierten die Schülerinnen mit Werkstoffen. Auch Einblicke in aktuelle Forschung kamen nicht zu kurz.  Am IPI - Institut für Produktion und Informatik in Sonthofen wurden Robotik und Metall-3D-Druck erlebbar, während am IDF - Institut für Datenoptimierte Fertigung in Kaufbeuren moderne Fertigung und KI-Anwendungen im Fokus standen.

Einblicke in Studium und Forschung
Der Girls’Day an der Hochschule Kempten steht für die enge Verbindung von praxisnaher Lehre und angewandter Forschung. Die Teilnehmerinnen lernten nicht nur Studiengänge aus Maschinenbau, Informatik und Elektrotechnik kennen, sondern trafen auch auf Professorinnen, Wissenschaftlerinnen und Studentinnen, die Einblicke in ihren Studien- und Arbeitsalltag gaben. Gerade diese persönlichen Begegnungen machen den Unterschied. Sie zeigen, dass technische Studiengänge vielfältige Wege eröffnen und dass Frauen in diesen Bereichen eine zentrale Rolle spielen.

Sehr positives Feedback
Das Feedback der Teilnehmerinnen fällt deutlich positiv aus. Viele gaben an, an diesem Tag neue Berufe und Tätigkeiten kennengelernt zu haben, die sie interessieren. Ein Drittel kann sich nach dem Girls’Day sogar gut vorstellen, ein technisches Studium aufzunehmen. Gleichzeitig zeigt das Feedback auch, wie groß das Interesse ist: Viele Teilnehmerinnen hätten sich noch mehr Zeit an der Hochschule, mehr Austausch mit Studierenden oder noch tiefere Einblicke in Studienmöglichkeiten gewünscht.

Beitrag zur Fachkräftesicherung
Der Girls’Day ist für die Hochschule Kempten ein wichtiger Baustein, um Mädchen frühzeitig für MINT-Studiengänge zu begeistern. Denn in vielen technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen liegt der Frauenanteil weiterhin unter 40 Prozent. Gleichzeitig sind genau hier kreative Ideen, neue Perspektiven und qualifizierte Fachkräfte gefragt. Mit Formaten wie dem Girls’Day möchte die Hochschule dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und junge Frauen zu ermutigen, ihren eigenen Weg in Technik und Forschung zu gehen.

Ausblick
Der große Zuspruch und das positive Feedback zeigen, wie wichtig praxisnahe Angebote zur Studienorientierung sind. Die Hochschule Kempten wird ihr Engagement in diesem Bereich weiter fortführen und auch in Zukunft Schülerinnen für Technik, Informatik und Forschung begeistern.

Der nächste Girls’Day kommt bestimmt.

Foto: Teilnehmerin am Girls’Day 2026 an der Hochschule Kempten; Bildnachweis: Hochschule Kempten

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