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13.10.2025

TwinSim4Brownfield-Konsortialtreffen 2025

Anfang Oktober kam der Projektverbund TwinSim4Brownfield zu einem Treffen am Institut für Produktion und Informatik zusammen.

Digitaler Zwilling einer existierenden Produktionsanlage.

Brownfield- Anlagen machen fast 80 Prozent der Produktionsstätten in Deutschland aus. Im Vergleich zu Greenfield-Anlagen, fehlen Brownfield-Anlagen wesentliche Konzepte der Digitalisierung und Modernisierung, die dazu beitragen können, die Anlage kostengünstiger und effizienter zu gestalten. Das Projekt TwinSim4Brownfield hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, eine Methode zu entwickeln mit der Digitale Zwillinge dieser Anlagen (halb-) automatisch erzeugt werden können. Damit sollen Brownfield- Anlagen den ersten Schritt Richtung Industrie 4.0 machen können.

Um den aktuellen Stand sowie die nächsten Schritte des Projekts zu besprechen, kamen Anfang Oktober der Projektverbund TwinSim4Brownfield im Institut für Produktion und Informatik zusammen. Dabei lag der Fokus vor allem auf der (Teil-) automatisierten Ableitung von Geometrie und Kinematik aus 3D-Scans realer Anlagen in unterschiedlichen Betriebszuständen. Dieser Schritt ist notwendig für die Erstellung Digitaler Zwillinge. Ergänzend werden parallel Anlagenbus-Daten mitgeschnitten, um das reale Anlagenverhalten zu erfassen und daraus digitale Verhaltensmodelle abzuleiten. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Abbild bestehender Produktionssysteme.

ISG Industrielle Steuerungstechnik stellt als Projektpartner die Simulationsplattform ISG-Virtuos zur virtuellen Inbetriebnahme und Entwicklung von Schnittstellen zur programmatischen Generierung digitaler Zwillinge bereit. Schnaithmann Maschinenbau GmbH bietet Praxisfeedback aus industrieller Anwendung und Beratung zur Integration der Ansätze in reale Produktionsumgebungen.

In den nächsten Schritten werden Verfahren zur automatisierten Generierung digitaler Anlagenmodelle auf Basis von 3D-Scans mithilfe neuer Maschine-Learning-Ansätze weiterentwickelt. Außerdem werden neue Methoden erforscht, um aus Bus-Kommunikationsdaten das Anlagenverhalten abzuleiten und in Simulationen nutzbar zu machen gefunden werden.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Weitere Informationen gibt es hier:
https://kefis.fza.hs-kempten.de/de/forschungsprojekt/676-twinsim4brownfield

 

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