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11.07.2025

Forschungsprojekt „PrONergy“ an der Hochschule Kempten gestartet

Weniger Energie, mehr Intelligenz: Industrielle Produktion transformieren

Beispielhafte Darstellung des Projekts „PrONergy“; Bildnachweis: KI-generiert mit Canva Magic Media

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und erneuerbaren Energien zielt das neue Forschungsprojekt PrONergy darauf ab, den Energieverbrauch in industriellen Fertigungsprozessen flexibler und effizienter zu gestalten. „PrONergy – Produktionsoptimierung zur Flexibilisierung und Minimierung des Energieverbrauchs unter Einbeziehung erneuerbarer Energieträger“ wird am IDF – Institut für Datenoptimierte Fertigung und am IPI – Institut für Produktion und Informatik der Hochschule Kempten durchgeführt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Verbundvorhaben für drei Jahre mit bis zu 619.559 Euro. 

Gemeinsam mit den Partnern HAWE Hydraulik SE, Janitza electronics GmbH und Liebherr-Verzahntechnik GmbH entwickelt das Forschungsteam um Prof. Dr. Frank Schirmeier, Prof. Dr. Frieder Heieck und Prof. Dr. Ulrich Göhner von der Hochschule Kempten eine autonom arbeitende, energieeffiziente Produktionsanlage.

Energieeffiziente Fabriken bis 2045

Die Industrie hat in den letzten Jahren begonnen, ihren Energieverbrauch zu senken – ein positiver Trend. Doch gerade in der Fertigung bleiben große Potenziale für mehr Energieeffizienz und Transparenz bestehen. Hier setzt das neue Forschungsprojekt PrONergy der Hochschule Kempten an. Ziel ist es, den Energiebedarf von Produktionsanlagen mithilfe von Künstlicher Intelligenz deutlich zu reduzieren und gleichzeitig den Einsatz erneuerbarer Energien, insbesondere von Photovoltaik-Anlagen, zu maximieren. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur geplanten Transformation der Industrie in Deutschland und Europa.

Smarte Produktionsanlage im Praxistest

Im Rahmen des Projekts wird eine bestehende Produktionsanlage intelligent weiterentwickelt. Mithilfe von maschinellem Lernen soll sie ihre Fertigungsparameter künftig eigenständig anpassen – je nachdem, wie viel Energie gerade zur Verfügung steht. Außerdem ist geplant, dass die Werkzeugmaschinen eng mit automatisierten Systemen wie einem Paletten-Handling-System und der eigenen Solaranlage zusammenarbeiten. Dadurch wird die Anlage Energieverbrauchspitzen vermeiden, effizienter arbeiten und Co₂-Emissionen senken können.

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